
,Die Diskotheken kriegen es aktuell knüppeldick ab. Wer wird unternehmerisch tätig, ohne Aussicht auf Gewinn", fragt der Sprecher des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Thorsten Hellwig.
Bei einer NRW-weiten Umfrage haben 77 Prozent der Clubs mehr als ein Drittel weniger Umsatz, seit das Rauchen verboten ist. Mehr als ein Viertel überlegen, demnächst dicht zu machen. Es kommen weniger Gäste, die Personalkosten (wegen der Karten-Kontrolle) steigen, so die Umfrage.
In Köln werden beim Internetportal immobilien-scout unter anderem angeboten: das legendäre ,,Big Ben" Im Klapperhof (2250 Euro Miete monatlich warm), das ,,Loom" am Ring (2,4 Millionen Euro zum Kauf), in der Kettengasse ein schwuler Szeneclub (Preis auf Anfrage). In Königswinter gibt es den ,,Funpark" (Nebenkosten allein 2500 Euro), in Siegburg den Club ,,Raum 35" für 1350 Euro warm. Selbst vermeintlich gut laufende Läden, wie das ,,Vanity" am Ring, werden zum Verkauf angeboten.
Geschäftsführer Tom Thomas: ,,Wenn der Preis stimmt, verkauft jeder. Bei uns läuft es, aber wir haben seit dem Rauchverbot gut ein Drittel weniger Einnahmen".,,Klangfabrik"-Chef Pascal Frangenberg aus Siegburg: ,,Unter der Hand werden uns immer wieder Clubs zum Kauf angeboten."
Hellwig sieht schwarz fürs Kölner Nachtleben: ,,Die Discos haben keine Möglichkeit, sich zu wehren." Der nächste Schlag droht: In den nächsten Tagen entscheidet sich die Höhe der neuen Gema-Gebühr.



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