Moskau. Die humanitäre Situation in Syrien verschlechtert sich wegen des Zustroms von ausländischen Kämpfern und Waffen, so der russische Vize-Außenminister Gennadi Gatilow am Dienstag in Moskau.
Syrien
© RIA Novosti. Alexei Kudenko
„Wir sehen die Hauptursache für die Verschlechterung der humanitären Lage in Syrien in dem ständigen Zustrom von ausländischen Kämpfern und Waffen, in der verschiedenartigen Unterstützung von Radikalen im Ausland und in den einseitigen Sanktionen westlicher Staaten gegen Syrien“, zitiert die offizielle Webseite des russischen Außenministeriums Gatilow.

Ihm zufolge ist die Bewältigung der humanitären Probleme Syriens nur dann möglich, wenn eine politische Lösung gefunden und baldigst eine internationale Syrien-Konferenz einberufen werde.

Trotz der schwierigen Arbeitsbedingungen würden die engagierten humanitären Agenturen ihre Tätigkeit ausbauen und den Umfang ihrer Operationen erweitern, so Gatilow.

Im Oktober wurden im Rahmen des UN-Welternährungsprogramms etwa 3,4 Millionen Menschen mit Lebensmitteln versorgt. Das Amt des Hohen Flüchtlingskommissars der UNO hat für 2,8 Millionen Menschen Gegenstände des täglichen Bedarfs bereitgestellt. Rund drei Millionen Menschen wurde medizinische Hilfe zuteil. 2,2 Millionen wurden gegen Poliomyelitis geimpft. Zehn Millionen Menschen erhielten Zugang zu Trinkwasser.

Laut Gatilow sind in der Position der syrischen Regierung - unter anderem dank Russlands - merkliche Fortschritte zu verzeichnen, die die Lieferung von humanitären Hilfsgütern nach Syrien erleichtert haben. Es handle sich unter anderem um Lieferungen aus Jordanien, dem Libanon und dem Irak. „Auf diesen Routen sind bereits 35 Konvois mit Gütern für 2,4 Millionen Menschen gefahren“, so Gatilow.

Ihm zufolge wurden auch die Verfahren zur Visaerteilung und der Zollabfertigung optimiert, was die Versorgung der Hilfsbedürftigen mit Gütern wesentlich erleichtert habe, so der Vize-Außenminister.