Kampfbegriffe in der Gesundheitspolitik: Die Masern sollen bald »ausgerottet« werden, heißt es in einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO. Gerade in Deutschland ist die Zahl der Fälle sprunghaft angestiegen, heißt es, sodass sogar eine Impfpflicht diskutiert wird.

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Ausgerechnet die Gesundheitspolitik der Liberalen sah in diesem Jahr erstmalig eine »Impfpflicht« vor. Grund war die Anfälligkeit Deutschlands für Masern. Die Zahl der Erkrankungen ist, wie es hieß, »sprunghaft« gestiegen. Von 170 auf 1700 Fälle, wie das Robert-Koch-Institut jetzt mitteilte.

Impfpflicht in Deutschland?

Das Bundesgesundheitsamt prüft bereits »gesetzliche Regelungen, um die Ausbruchsbekämpfung« zu verbessern, verlautete eine Sprecherin. Das heißt im Klartext, dass auch nach der Regentschaft der Liberalen im Gesundheitsministerium eine Impfpflicht auf dem Programm steht.

Deutsche Ärzte fordern ebenfalls eine Impfpflicht. Dies allerdings geschähe gegen den Willen vieler Eltern. 38 Prozent stufen Masern als ungefährliche Krankheit ein und eines von 100 Elternpaaren ist vollständig gegen die Impfung. Statistisch steht jedoch die Impfmanie auf schwachen Füßen.

Zu den eigentlichen Fakten: In den USA gelten die Masern bereits als quasi beseitigt. Wer das Gesundheitssystem in den USA kennt, weiß, dass dort die Impfquote weitaus geringer als in Deutschland sein dürfte. Zudem schwanken die Zahlen in Deutschland schneller als die Impfungen selbst. So gab es in Deutschland im Jahr 2007 566 Masernfälle, 2008 bereits 916 und 2009 wiederum nur 571. 2012 dann waren es im gesamten Bundesgebiet 166 Masernfälle und 2013 dann kommt es wiederum zu dem rasanten Anstieg.

Die Zahl der Todesfälle indes wird dramatisiert. In einem der schlimmsten Jahre, 2006, kam es in Deutschland zu 2600 Masernfällen. Dabei erkrankten sieben Betroffene an einer Gehirnentzündung, ein Betroffener an einer Hirnhautentzündung und es gab zwei (!) Todesfälle. Dies entspricht einer Quote von noch nicht einmal 0,05 Prozent.

Wissenschaftler wissen, dass diese Zahlen schlicht nicht aussagekräftig sind. Im Verbund mit den US-Daten und der Beseitigung der Krankheit trotz des schlechteren Gesundheitssystems steht indes zu vermuten, dass hier der nachweisbare Anstieg an Erkrankungen zur Impfpropaganda genutzt wird.

Medizin-Kritiker wissen dagegen, dass Medikamente allein durch die Nebenwirkungen in Deutschland faktisch zu einer regelrechten Krankheitswelle führen. Allein eine Million Menschen müssen wegen Medikamenten und deren Nebenwirkungen jährlich behandelt werden. Dabei gibt es 57 000 Todesfälle, wie jüngst Bernd Neumann nachwies. In seinem Aufklärungswerk Ärzte gefährden Ihre Gesundheit beschreibt er die Zusammenhänge eindrucksvoll.

So werden Krankheiten erfunden und Statistiken gefälscht, um teure Medizin, Apparatemedizin und Beratungen zu verkaufen. Gerade angesichts der neuen Masern-Hysterie empfiehlt es sich, dieses neue Standardwerk zu lesen. Bevor Sie Ihren Arzt aufsuchen.