Alle Rettungsversuche sind gescheitert: Die Passagiere der "Akademik Schokalskiy" müssen Silvester in der Antarktis verbringen. Bald soll sie ein Hubschrauber retten.
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Seit einer Wocher sitzten Crew und Passagiere des Expeditionsschiffs Akademik Shokakskiy in der Antarktis fest. Weil Eisbrecher das feststeckende Schiff nicht aus dem Packeis befreien konnten, sollen die Passagiere nun mit Hubschraubern in Sicherheit gebracht werden. Das beschloss die australische Schifffahrtsbehörde.

Die Passagiere müssen sich aber voraussichtlich bis zum neuen Jahr gedulden, denn bisher ist das Wetter für eine Rettung aus der Luft noch zu schlecht. Ein erster Flug kann wohl erst am Mittwoch stattfinden.

Die Passagiere bereiten sich trotzdem bereits auf die Rettung vor: Wie der Guardian-Reporter Alok Jha von der Akademik Shokakskiy schreibt, haben Freiwillige damit begonnen, einen Landeplatz für den Hubschrauber zu trampeln. Chris Turney, der die Expedition leitet, twitterte ein Video der Aktion. "Everything is going to be fine. Happy new year!" schrieb er - alles wird gut, frohes neues Jahr!

Das Expeditionsschiff mit 74 Wissenschaftlern und Touristen hatte Neuseeland Ende November verlassen und war zu Weihnachten in einen schweren Sturm geraten. Seitdem sitzt es rund hundert Seemeilen vor dem französischen Antarktis-Stützpunkt Dumont d'Urville fest. Der nächstgelegene australische Hafen liegt 1.500 Seemeilen entfernt.

Die zur Rettung entsandten Eisbrecher L'Astrolabe und Snow Dragon scheiterten am zu dicken Eis. Ein dritter Eisbrecher kam bis auf 20 Kilometer an das Schiff heran, musste aber wegen eines Schneesturms abdrehen - es bestand Gefahr, dass er selbst einfriert.

Das chinesische Schiff Snow Dragon befindet sich weiter in der Nähe, von ihm soll der Rettungshubschrauber starten, sobald es die Wetterbedingungen zulassen. Die 22 Crew-Mitglieder sollen dann zunächst an Bord bleiben.

Ein Gefahr für die Abenteurer und Forscher besteht nach Angaben des russischen Außenamts nicht. Allen Menschen an Bord gehe es gut und es seien ausreichend Vorräte vorhanden.

AP, dpa, AFP, ff