Riesenexplosion mit glimpflichem Ausgang: Im US-Bundesstaat North Dakota sind zwei mit Öl beladene Güterzüge zusammengestoßen und in einem mächtigen Feuerball explodiert. Niemand wurde verletzt, doch Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen.
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Casselton - Flammenmeer im nördlichen US-Bundesstaat North Dakota: In der Nähe der kleinen Ortschaft Casselton sind zwei Güterzüge kollidiert und mehrere Kesselwaggons voller Rohöl explodiert. Noch Stunden nach dem Unfall am Montagnachmittag (Ortszeit) standen Waggons in Flammen. Hunderte Menschen flüchteten aus ihren Häusern und mussten die Nacht in Notunterkünften verbringen. Es wurde aber niemand verletzt.

Die Unfallursache war am Dienstag noch unklar. Die Transportsicherheitsbehörde NTSB leitete Ermittlungen ein. Experten testeten immer wieder die Luft auf gefährliche Schadstoffe.

Nach Angaben der Polizei und Feuerwehr war nahe der 2400-Seelen-Gemeinde Casselton zunächst der mit Rohöl beladene Güterzug entgleist. Als ein zweiter Güterzug mit den umgestürzten Waggons zusammenstieß, kam es zu mehreren Explosionen. Beide Züge waren mehr als 100 Waggons lang, insgesamt 28 davon sprangen von den Schienen. Schwarze Rauchwolken waren kilometerweit am Himmel zu sehen.

"Nur eine Frage, wann der Unfall passiert"

Weil der Wind den giftigen Qualm in Richtung Casselton wehte, riefen die Behörden die Menschen im Umkreis von bis zu acht Kilometern von der Unfallstelle auf, ihre Häuser zu verlassen.

Das kleine North Dakota ist der Bundesstaat der USA, in dem am zweitmeisten Öl gefördert wird. Ed McConnell, der Bürgermeister von Casselton, sagte, in der Vergangenheit seien häufiger Züge in seiner Stadt entgleist. "Die Frage war gar nicht mehr, ob so ein Unfall passiert, sondern wann", sagte er. Er forderte, das Öl aus seinem Ort künftig per Pipeline zu transportieren.

Im Juli waren bei einem schweren Zugunglück in Kanada mindestens 42 Menschen ums Leben gekommen. Ein führerloser Güterzug mit Dutzenden Kesselwagen voller Rohöl war in die Kleinstadt Lac-Mégantic in der Provinz Quebec gerast und explodiert.

ade/dpa/AP