Jens Joachim
FAZDi, 28 Jan 2014 07:58 UTC
Der Geschäftsführer des Gesundheitszentrums Wetterau, Potinius, ist in Nidda erschossen worden. Der mutmaßliche Schütze richtete sich in Neu-Anspach selbst. Das Opfer war auch CDU-Stadtverordneter in Nidda.
Ein 56 Jahre alter Mann aus Neu-Anspach hat am Montagabend Wolfgang Potinius, den langjährigen Geschäftsführer des Gesundheitszentrums Wetterau, in dessen Garage im Niddaer Stadtteil Unter-Widdersheim getötet und dann sich selbst gerichtet. Wie die Gießener Staatsanwaltschaft und die Polizei in Friedberg am Dienstag mitteilten, schoss sich der mutmaßliche Täter in der Nacht zum Dienstag vor seinem Haus in Neu-Anspach in den Kopf, als ihn Polizeibeamte festnehmen wollten.
Die Wetterauer CDU-Kreisvorsitzende Lucia Puttrich bestätigte am Dienstagmittag den tragischen Tod ihres langjährigen Parteifreundes, der auch CDU-Stadtverordneter in Nidda und Schatzmeister des CDU-Kreisverbands war.
Der 54 Jahre alte Potinius, der eine Frau und eine Tochter hinterlässt, war am Montagabend gegen 19.45 Uhr schwer verletzt in der Garage seines Wohnhauses gefunden worden. Trotz einer schnell eingeleiteten Wiederbelebung erlag er wenig später seinen Verletzungen.
Vor den Augen der Polizei erschossen
Die sofort eingeleiteten Ermittlungen der Polizei führten schnell zu einem 56 Jahre alten Tatverdächtigen aus dem rund 40 Kilometer entfernten Neu-Anspach. Der Mann war am Montagabend von einer Familienangehörigen als vermisst gemeldet worden. Bei einer ersten Überprüfung konnte der Mann zuhause aber nicht angetroffen werden. Als Polizeibeamte später bei einer weiteren Überprüfung das Auto des Mannes entdeckten, wurden weitere Polizeikräfte hinzugezogen.
Gegen 1.30 Uhr erschien der Tatverdächtige dann mit einer Schusswaffe in der Hand plötzlich vor seinem Haus. Nach der sofortigen Aufforderung der Polizei, die Waffe niederzulegen, tötete sich der Sechsundfünfzigjährige mit einem Schuss in den Kopf.
Hintergründe unklar
Zu den Hintergründen der Tat äußerte sich eine Sprecherin der Gießener Staatsanwaltschaft zunächst nicht. Die weiteren Ermittlungen sollen zur Aufklärung der Tat führen. Nach Informationen von FAZ.NET handelt es sich bei dem Täter um einen ehemaligen leitenden Mitarbeiter des Gesundheitszentrums Wetterau.
Tief betroffen und schockiert zeigte sich Puttrich über die Bluttat. „Es ist unfassbar und nicht in Worte zu fassen“, äußerte die Ministerin für Bundesangelegenheiten und Europa. Mit Potinius verliere sie „einen engen Freund und eine wirkliche Vertrauensperson“.
Hier ein Link auf den Blog von "Mira":
[Link]
Es knackt im Getriebe, oder?
Grüße.