Japan setzt trotz eines kürzlich vom Internationalen Gerichtshof verhängten Walfangverbots seine Jagd auf die Meeressäuger fort. Laut Medienberichten gab das Fischereiministerium bekannt, dass der Küstenwalfang - zu vorgeblich wissenschaftlichen Zwecken - ab Samstag wieder beginnt. Die Jagd werde voraussichtlich bis Anfang Juni andauern.
Walfang
© AP
Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hatte Japan Ende März verboten, im Antarktischen Ozean weiter Wale zu fangen. Zur Begründung hieß es, das Programm diene nicht wie vorgegeben wissenschaftlichen, sondern kommerziellen Zwecken. Im Anschluss hatte Tokio erklärt, das Urteil zu befolgen und den Walfang zumindest für ein Jahr einzustellen.

Doch die Walfänger sollen offenbar nur für die Antarktis- Region an die Leine gelegt werden. Im Pazifik dürfte nun - nachdem US- Präsident Barack Obama seine Japan- Reise beendet hat - das Programm fortgesetzt werden. Wenngleich weniger Wale gefangen sollten und stattdessen die Forschung in den Vordergrund gestellt wird.

AG/red