Wissen wir wirklich, was da draußen alles geschieht so genau, um uns ein fundiertes Urteil erlauben zu können? Nachrichten erreichen tagtäglich all diejenigen, die sich den Medien zuwenden, sei es in den Printmedien, im Fernsehen oder Internet. Dabei spiegeln sich in den Meldungen die nackten Fakten zusammen mit der jeweiligen subjektiven Meinung des Journalisten wider. Objektivität findet real nur dort statt, wo keinerlei politische Abhängigkeit vorhanden.

Alice, Matrix
Ich versuche deinen Geist zu öffnen. Aber ich kann dir nur die Tür zeigen. Hindurchgehen musst du selbst.
Tobt genau deshalb ein Medienkrieg? Wobei die Vierte Gewalt sich gegenseitig die News zuschiebt, gleichzeitig alternative Medien immer deutlicher an Land gewinnen, am Ende gesunder Menschenverstand entscheidet, wessen Meldungen man Glauben schenken mag?

Mainstream-Medien vs. freien Medien

Für all jene, die gar aufgegeben haben, nicht mehr bereit sind, sich dem Medienkrieg ständig auszusetzen, mag man entgegnen, daß ihnen viele Fehlinformationen zwar erspart bleiben, sie dennoch einem bösen Erwachen entgegenblicken, wenn sie eines Tages von einer Realität überrascht werden, die sie vielleicht „vorbeugender“ hätten einschätzen können. Egal wie man es dreht, gegebene Probleme einfach zu ignorieren, sich abzuschotten vor der Außenwelt, kann trügererisch für solche Aussteiger sich gestalten.

Was den Mainstream-Medien abhanden gekommen, nämlich den Urgedanken einer unabhängigen Berichterstattung zu folgen, zeigt sich erneut an solch wichtigen Ereignissen wie der Europawahl: Dreh- und Angelpunkt simpler Manipulation, Hauptsache dem potentiellen Wähler Sand in die Augen streuen, damit er erst gar nicht über Hintergründe nachdenkt.

Stattdessen stehen ihnen längst freie Medien gegenüber, sind auf dem unausweichlichen Vormarsch, aber nicht mit der Intension, die Leser per manipulierter Texte zu ködern, sondern vielmehr ihnen die Augen zu öffnen, selbstkritisch Meldungen und deren Inhalte zu hinterfragen. Darüber hinaus generell gesellschaftspolitische Mißstände zu erkennen und deutlich anzusprechen, was so gar nicht im Sinne von Systemmedien sein kann, weil jene sich bestimmten politischen Vorgaben verpflichten.

Wunderbar kann man dies am jüngsten Versuch nachlesen, einen gestandenen Verlag zu diskreditieren, wobei gleich mal simpelste Polemik angewandt wird. Anstatt die berechtigte Kritik, die dem Spiegel in den letzten Tagen entgegenbläst, aufzugreifen, zieht dieser es lieber vor, dem Kopp-Verlag „das Geschäft mit der Angst“ zu unterstellen. So nebenbei mal höflichst angemerkt: Ist dem Spiegel womöglich entgangen, daß die Menschen real Ängste hegen angesichts der aggressiv vorherrschenden neoliberalen Westpolitik, den weltweit zunehmenden kriegerischen Auseinandersetzungen? Kein Wunder, daß dann die Betroffenen um Aufklärung bitten, statt fortsetzender Verschleierung zu trauen!

Vierte Gewalt letztlich Instrument der Regierenden

Die Überschrift benennt das ganze Desaster. Und wer meint, es herrsche in Deutschland eine wahre Pressefreiheit, der verkennt das Geklüngel von Seilschaften, Geldströmen und daraus resultierendem Meinungsgeschachere. Hauptsache man tritt der Hand, die einen füttert, nicht auf deren Finger, sondern wahrt die Grenze zur Eigenkritik.

Daß eine Mediensperre immer wieder aufs Neue zutage tritt, sollten spätestens nach den ersten großen europäischen Protesten wache Köpfe bemerkt haben. Und deren Zahl wächst an, weil gewonnene Erkenntnisse sich nun mal weiterverbreiten, dem Internet sei Dank. Als Fazit kann man nur bemerken, daß die Vierte Gewalt letztlich ein Instrument der Regierenden geworden ist, diese sich lieber beugt, zumal genügend nachrücken können vom Heer arbeitsloser Journalisten. Ein Vorteil für freie Medien, in denen der eine oder andere „Quertreiber“ sich wiederfindet, um dort eine echte Freiheit zu genießen ganz im Sinne eines investigativen Journalismus.

“Die Öffentlich-Rechtlichen machen sich in jede Hose, die man ihnen hinhält, und die Privaten senden das, was darin ist.” (Dieter Hildebrandt)