
Der 59-Jährige aus Erfurt (Thüringen) hatte am Mittwochnachmittag seine 57 Jahre alte ehemalige Lebensgefährtin und ihren 66 Jahre alten Ehemann erschossen. Anschließend tötete sich der 59-Jährige selbst.
Am Donnerstag gab die Polizei auch Einzelheiten zum Tathergang bekannt. Danach hatte der 59-Jährige an der Tür der Doppelhaushälfte im ländlichen Lübecker Vorort Groß Steinrade geklingelt, in der seine ehemalige Partnerin und ihr Ehemann lebten. Als ihm geöffnet wurde, eröffnete er das Feuer auf die Eheleute und tötete sie. Der NDR hatte zunächst berichtet, dass aus einem fahrenden Fahrzeug heraus auf das Ehepaar geschossen worden sei.
Anschließend flüchtete er mit einem weißen Kastenwagen mit Erfurter Kennzeichen. Wenige Stunden später fand die Polizei die Leiche des 59-Jährigen in der Feldmark in der Nähe des Tatorts. Eine Schusswaffe lag neben ihm. Insgesamt seien zwei Waffen sichergestellt worden, deren Herkunft noch geklärt werden müsse, sagte ein Polizeisprecher.
In der Nachbarschaft beliebtes Paar
Die Bluttat hatte in dem idyllischen Vorort große Bestürzung ausgelöst. Noch Stunden nach den tödlichen Schüssen standen schockierte und entsetzte Anwohner auf der Straße und diskutierten das Geschehen. Nach Angaben von Nachbarn lebte das Paar schon seit Längerem in dem von Siedlungs- und Reihenhäusern geprägten Lübecker Stadtteil. Sie seien freundlich und in der Nachbarschaft beliebt gewesen, berichteten Anwohner. Die aus Süddeutschland stammende 57-Jährige sei die zweite Frau des 66-Jährigen gewesen, seine erste Frau sei vor einigen Jahren gestorben.
Die Ermittlungen der Mordkommission und der Staatsanwaltschaft gehen weiter. Unter anderem sollten am Donnerstag die drei Leichen obduziert werden. Die Ergebnisse lagen am Nachmittag noch nicht vor. Die Ermittler sind sich aber sicher, dass der Mann aus Erfurt der Todesschütze war. Es gebe keine Hinweise auf weitere Tatbeteiligte, sagte der Polizeisprecher.
dpa



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