MerkurMi, 03 Jun 2015 17:04 UTC
Wegen „ungesunden Untergewichts“ eines Models hat die britische Werbeaufsicht eine Anzeige für die Luxus-Modemarke Yves Saint Laurent verboten.
© Reuters / Luke MacGregorMagermodels stehen schon seit längerem immer wieder in der Kritik. (Symbolbild)
London/Paris - Die Knochen am Brustkorb der jungen Frau sind auf dem Schwarz-Weiß-Bild deutlich zu sehen, die Beine und Arme wirken extrem mager. Die Werbung erschien in der britischen Ausgabe des Frauenmagazins „Elle“. Eine Leserin hatte sich beschwert, dass es
unverantwortlich sei, ein so ungesund aussehendes Model abzulichten. Die Advertising Standards Authority (ASA) gab ihr recht: So dürfe das Bild in Zukunft nicht erscheinen, teilte sie am Mittwoch mit. Laut ASA teilt die französische Modemarke die Einschätzung aber nicht.
Magermodels in Frankreich droht BerufsverbotYves Saint Laurent sagte der Deutschen Presse-Agentur in Paris, das Foto sei nur für die britische „Elle“ vorgesehen gewesen, es sei keine weitere Veröffentlichung geplant.
In Frankreich droht mageren Models sogar ein Berufsverbot:
Die Nationalversammlung hat beschlossen, dass untergewichtige Mannequins nicht mehr bei Modeschauen oder Fotoaufnahmen arbeiten dürfen. Das Gesetz muss allerdings noch durch den Senat, den die oppositionellen Konservativen dominieren - diese sehen das Berufsverbot kritisch und sprechen von Diskriminierung.

© picture alliance / dpa(Symbolbild)
dpa
Kommentar: Endlich kommt wieder Vernunft in die Modebranche. Modelle müssen nicht mehr aussehen, als ob sie Opfer einer Hungersnot wären oder gerade aus einem Konzentrationslager entkommen sind. Es ist zu hoffen, dass auch die Schnitte der Kleidung sich wieder mehr am Durchschnitt der Bevölkerung orientieren und nicht an einem "Ideal" extrem dürrer und ungesund wirkender Menschen, welche nur einen sehr kleinen Anteil von uns ausmachen. Dies wäre auch für das Selbstverständnis der Männer und Frauen viel natürlicher und auf Dauer gesünder.
Kommentar: Endlich kommt wieder Vernunft in die Modebranche. Modelle müssen nicht mehr aussehen, als ob sie Opfer einer Hungersnot wären oder gerade aus einem Konzentrationslager entkommen sind. Es ist zu hoffen, dass auch die Schnitte der Kleidung sich wieder mehr am Durchschnitt der Bevölkerung orientieren und nicht an einem "Ideal" extrem dürrer und ungesund wirkender Menschen, welche nur einen sehr kleinen Anteil von uns ausmachen. Dies wäre auch für das Selbstverständnis der Männer und Frauen viel natürlicher und auf Dauer gesünder.