Tausende Tiere klebten an Wänden, saßen auf dem Boden - die niedlichen Viecher waren überall: Unbekannte haben an einer US-Schule 72.000 Marienkäfer freigelassen. Um sie einzufangen, griff der Hausmeister zu einer brutalen Methode.
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Die Täter waren in den frühen Morgenstunden in die Schule eingebrochen. Es muss gegen halb vier gewesen sein. Der Schulbetrieb sollte erst Stunden später beginnen. Doch in der vergangenen Woche sollte der Mittwoch kein normaler Tag an der Chopticon High School werden. Die fünf maskierten Einbrecher, vermutlich Schüler oder Absolventen, haben 72.000 Marienkäfer an der Schule im US-Bundesstaat Maryland ausgesetzt.

Eigentlich sollte es ein witziger Schulstreich sein, die Insekten mit den schwarzen Punkten auf den roten Flügeln gelten als Glücksbringer und nützliche Blattlausfresser. Doch nicht jeder fand die Aktion lustig: "Es war eine Schweinerei. Sie haben die Wände und Flure bedeckt, sind herumgeflogen und haben sich auf Häufchen in verschiedenen Gebäudeteilen gesammelt", sagte ein Mitarbeiter der Schule der Washington Post.

Um halb sieben Uhr morgens habe man damit begonnen, die Marienkäfer wegzusaugen. Das Aufräumen habe Stunden gedauert, die Tüten mit den eingesaugten Insekten seien in Müllcontainer geworfen worden, sagte der Mann. Bis Donnerstag hätten sich noch Marienkäfer in der Schule befunden. Nach Angaben der Polizei haben die Täter die Marienkäfer offenbar im Internet bestellt. Marienkäfer werden zur biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt und können über den spezialisierten Versandhandel bestellt werden.

In Deutschland war es im Oktober 2012 und im Juli 2009 zu einem "invasionsähnlichen" Auftreten von Marienkäfern gekommen.

kha