
Das Internetportal Russia Insider hat zu diesem Anlass den US-amerikanischen Fernsehsender Bloomberg TV etwas genauer unter die Lupe genommen und zahlreiche Umdeutungen bis hin zu glatten Lügen aufgedeckt.
Kommentar: Putins ungefilterte Statement vom St. Petersburger Wirtschaftsforum:
- Putin: USA will bestimmen was wir machen, brauchen und in unserem Land geschieht. Nicht mit uns! Ultimaten Sprache ist unannehmbar
- Putin: Die Zunahme der Atomkriegsgefahr kommt nicht aus Russland
- Putin über die Rüstungsspirale: Wir rüsten auf, weil wir uns vor den Entscheidungen der USA/NATO schützen müssen - Verständlich
- Putin: "Russland ist nicht "aggressiv", jeder sollte den anderen achten. Wir sind gewillt das Völkerrecht global zu verteidigen"
- Putin: "Ukraine Krise kann nur mit friedlichen Mitteln gelöst werden. Ungerechtfertigte militärische Gewalt werden wir niemals und nirgendwo unterstützen"
- Putin zu Pipeline-Deal mit Griechenland: EU sollte uns eigentlich applaudieren wir schaffen Arbeitsplätze und Schulden werden reduziert
So wurde die Tatsache, dass der Rede des russischen Präsidenten Wladimir Putin applaudiert wurde als „sowjetisches Gefühl“, das sich im Raum breit machte, beschrieben. Als Putin sagte, Russland habe kein Interesse als Supermacht angesehen zu werden, heißt es im Bloomberg-Kommentar umgehend: „Russland will als Supermacht wahrgenommen werden“.
Die Rede des griechischen Ministerpräsidenten vor dem Forum wurde kurzerhand als „diplomatischer Terror“ bezeichnet.
Auf diese Weise setzte sich die Berichterstattung fort. Ohne dass Putins Rede Anlass zu solchen Mutmaßungen gegeben hätte, ließ Bloomberg seine Zuschauer dann wissen, „er [Putin] will bis nach Kiew ziehen“. Weitere Verdrehungen und Spekulationen bestimmten das Programm, bevor das St. Petersburger Wirtschaftsforum abschließend als „Traurige Freakshow“ bezeichnet wurde. Den Zuschauern des Wirtschaftsfernsehen wurde auch sogleich klar gemacht: „Russland ist nicht der Ort, wo Sie investieren wollen.“
Russia Insider kommt zu dem Schluß: Bloombergs Berichterstattung kann nicht ernst genommen werden. Die Grenze zwischen Journalismus und interessengeleiteter Meinungsmache wurde hier stark überschritten.



Kommentar: Warum wird Putin durch unsere Politiker und die Medien dämonisiert?