Russlands Präsident Wladimir Putin sieht die Gefahr in einer neuen Eskalation in der Ost-Ukraine, falls die USA weiter Waffen in die Region liefern. Putin fordert, dass die Waffenruhe zu einem Frieden genutzt werden sollte. Er US-Kongress hat beschlossen, nun auch tödliche Waffen an die Ukraine zu liefern.

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© EPA/ALEXEI DRUGININ / RIA NOVOSTI / KREMLIN POOLRusslands Präsident Wladimir Putin, am 10. November in Sotschi.
Russlands Präsident Wladimir Putin ist besorgt über die anhaltenden Waffenlieferungen in die Ukraine. Putin sagte in einem Interview mit der staatlichen Nachrichtenagentur Interfax, dass die US-Entscheidung, tödliche Waffen an die Ukraine zu liefern, die Lage im Donbass erneut eskalieren könnte.

Der Kongress hatte in dieser Woche Steuergelder in der Höhe von 50 Millionen Dollar für die Lieferung von tödlichen Waffen an die Ukraine genehmigt, wie Radio Free Europe meldet. Putin sagte: „Angesichts der Tatsache, dass die Feindseligkeiten in der Ostukraine abgenommen haben und es nur noch selten Zwischenfälle gibt, ist es unklar, warum der US-Kongress eine Resolution verabschiedet, um die Ukraine mit tödlichen Waffen zu beliefern. Es stellt sich die Frage, ob damit ein Krieg ausgelöst oder neue Auseinandersetzungen provoziert werden sollen.“ Putin tritt dafür ein, dass die Parteien in der Ukraine miteinander sprechen sollten, um Kompromisse zu finden.


Kommentar: Damit dürfte er den Nagel auf den Kopf getroffen haben, denn welchen Grund sollte es sonst geben, in eine Region, die sich dem Frieden nähert, mehr Waffen zu liefern?


Putin sagte, dass Russland den Donbass weiter mit humanitärer Hilfe unterstützen werde, obwohl dies eigentlich die Aufgabe der ukrainischen Regierung wäre. Putin kritisierte die Regierung in Kiew, weil sie faktisch eine Blockade über den Südosten des Landes mit gravierenden humanitären Folgen verhängt habe. Russland habe seit dem August 2014 mehr als 50.000 Tonnen an humanitären Hilfsgütern in den Donbass geschickt.


Kommentar: Humanitäre Hilfe statt Waffen, so handelt jemand, der die Menschen im Sinn hat und nicht Machtspiele und Profit. Aber das sehen unsere Herren ja bekanntlich anders:
  • Verdrehung von Fakten: EU bezeichnet erneuten Hilfskonvoi in die Ostukraine als Verletzung der Souveränität und Verstoß humanitärer Normen
Zum Glück machte er es trotzdem:
  • "Putin ist cool": Erste Lkws des humanitären Hilfskonvoi in Lugansk eingetroffen