Ein lauter Knall erschreckte viele Anwohner in Gersthofen und Umgebung. Zuerst wurde eine Explosion vermutet, die Feuerwehr rückte aus - aber das Geräusch bleibt ein Rätsel.
Meteor Sternschnuppe
© Corbis
Symbolbild
Ein mysteriöser Knall erschreckte am Mittwochabend zwischen 21 und 22 Uhr zahlreiche Bürger in Gersthofen, Hirblingen und Täfertingen. Vermutet wurde zunächst eine Explosion im Gersthofer Wasserwerk im Industriegebiet im Norden der Stadt.

„Weil die Alarmierung von einer Explosion ausging, rückten wie für solche Fälle vorgesehen, die Feuerwehren aus Hirblingen, Stettenhofen, Langweid und Gersthofen aus - also ungefähr 100 Leute waren unterwegs“, erklärte Gersthofens Kommandant Wolfgang Baumeister. Das sei auch angebracht gewesen, schließlich befindet sich in unmittelbarer Nähe des Wasserwerks die Gasfirma Technische und Medizinische Gas GmbH (TMG).

Wie eine durchbrochene Schallmauer

„Die Männer haben den Knall gehört und sich gesagt, gleich wird der Alarm kommen“, so der Kommandant weiter. Anwohnern zufolge erinnerte das Geräusch etwas an ein Flugzeug, das eine Schallmauer durchbricht. „Bürger sahen auch Ruch aufsteigen - aber der stammte wohl von der Brotfabrik“, vermutet Baumeister.

Als am Wasserwerk weder Rauch, Feuer noch irgendwelche Schäden zu erkennen waren, sahen die Feuerwehrleute auch bei den umliegenden Betrieben nach - ohne Erfolg. „Wir haben absolut nichts gefunden“, betontBaumeister.

Es könne vielleicht der Druckkessel eines Güterzugs geplatzt sein, sieht er eine mögliche Ursache des mysteriösen Knalls. „In diesem Bereich werden aber derzeit bei einigen Firmen die Dächer gemacht, wenn dort etwas sein sollte, erfahren wir das nur, wenn es uns gemeldet wird. Die „Explosion“ bleibt bis auf Weiteres ein Rätsel.