In manchen Berufen lohnt es sich einfach nicht mehr, auf Menschen zu setzen. Die Produktion können besser Computer übernehmen. Eine Studie zeigt: Diese zwölf Berufe mit vier Millionen Arbeitsplätzen sind besonders gefährdet.
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Die Digitalisierung der Arbeitswelt ist beides: Produktivitätstreiber und Angstmacher. Denn Computer und Roboter nehmen uns Arbeit ab, aber manchem eben auch den Arbeitsplatz weg. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit hat untersucht, welche Berufsgruppen besonders durch die Robotisierung bedroht sind.

Für 3900 einzelne Berufe ermittelte das IAB den Anteil der Routine-Tätigkeiten, um den Grad der Substituierbarkeit zu errechnen. Das Ergebnis: In zwölf Berufszweigen könnten Maschinen mehr als 70 Prozent der Aufgaben übernehmen, das Substituierbarkeitspotential ist hoch. Das gilt beispielsweise für die Buchhaltung oder das Sortieren von verschiedenen Dingen, wie das IAB in seiner Studie schreibt.

Die Jobs von 4,4 Millionen Beschäftigten in Deutschland könnten somit ersetzt werden.

In diesen 12 Branchen können Computer besonders viele Tätigkeiten übernehmen
  1. Chemie- und Kunststoffberufe 89,8 Prozent
  2. Bergleute, Mineralgewinner 83,9 Prozent
  3. Metallerzeugung, Metallbearbeitung 82,5 Prozent
  4. Steinbearbeitung, Baustoffherstellung, Keramik- und Glasberufe 82,1 Prozent
  5. Papierherstellung, -verarbeitung, Druck 79,9 Prozent
  6. Getränke, Genussmittelherstellung, übrige Ernährungsberufe 79,1 Prozent
  7. Warenprüfer und Versandfertigmacher 78,9 Prozent
  8. Elektroberufe (bspw. IT-System-Elektroniker, Kraftwerker) 75,6 Prozent
  9. Bäcker, Konditor, Süßwarenherstellung 75,3 Prozent
  10. Industrie- und Werkzeugmechaniker 74,3 Prozent
  11. Spinnberufe, Textilhersteller, Textilveredler 74,2 Prozent
  12. Textilverarbeitung, Lederherstellung 74,0 Prozent
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Einige Jobs könnten gar zu 100 Prozent von Computern übernommen werden, so die Autoren der Studie. Darunter sind unter anderem der Korrektor im Berufssegment „Berufe in Unternehmensführung und -organisation“ und der Aufbereitungsmechaniker für Steinkohle im Berufssegment „Fertigungsberufe“.