Kronzeugen-Interview Doku

Juri, der im ZDF Igor genannt wird mit einem Reporter des russischen Senders Rossija 1
Einer der Protagonisten der ZDF-Dokumentation "Machtmensch Putin", die der Mainzer Staatssender kürzlich ausstrahlte, erhebt nun schwere Vorwürfe gegen die Macher des Films. Der junge Russe Juri sagt, die Filmemacher haben ihn dafür bezahlt, vor der Kamera zu lügen.

Offenbar machte sich das ZDF-Team zudem nicht selbst die Mühe in den Donbass zu fahren, sondern entschied sich bei dieser Sache für Outsourcing und beauftragte den russischsprachigen Filmemacher Waleri Bobkow.

Dieser wollte seinen Auftrag wohl schnell zu Ende bringen und bezahlte laut dem russischen Sender Rossija 1 einen gewissen Juri dafür, im Film einen russischen Armeeangehörigen namens "Igor" im Donbass zu spielen. Dadurch sollte, so das ZDF, belegt werden, dass sich reguläre russische Einheiten in der Ostukraine befinden.



Juri präsentiert gegenüber dem russischen Fernsehen nun Rohmaterial, auf denen klar Regieanweisungen zu hören sind. Die gestellten Szenen tauchen dann auch genau so im ZDF-Film auf, doch statt der Regieanweisungen wurde ein Klangteppich aus dramatischer Musik eingespielt. Den Original-Clip aus dem russischen Fernsehen gibt es mit deutscher Untertitelung hier:


Das ZDF reagierte bereits auf die schweren Anschuldigungen, erklärt jedoch bisher lediglich über Twitter und ohne das Anführen irgendwelcher Argumente, die Vorwürfe würden "jeglicher Grundlage" entbehren.

ZDF Twitter

Quelle ZDF auf Twitter: https://twitter.com/ZDF/with_replies
Gegenüber der Badischen Zeitung weist der Sender ebenfalls die Vorwürfe zurück und sagt:
"Unser Rohmaterial bestätigt das in vollem Umfang."
Jedoch ist dieses Rohmaterial - anders als das, das die russische Version stützt - bisher nicht öffentlich einsehbar. Gegen die Videobelege des russischen Fernsehens stehen bisher also nur die bloßen Aussagen der ZDF-Verantwortlichen.


Kommentar: Hier steht also wieder einmal Aussage gegen Beweis, und die verantwortlichen Mitarbeiter im ZDF tun, als würde ihr Wort Beweis genug sein. Solange sie Behauptungen aufstellen, aber ihr Rohmaterial vor den Augen der Öffentlichkeit wegschließen, müssen ihre Aussagen als nichtig gelten. Und es macht sie zu Falschrednern, die im Volk den Rückhalt für das verlogene Regime in Kiew fördern und damit imperialistische US-Machtinteressen durchsetzen.


Auch der Tagesspiegel hat sich bereits dem deutsch-russischen Konflikt um die ZDF-Dokumentation angenommen und berichtet:
"Allein in seinem Bataillon, erzählt dann Igor selbst, würden 400 bis 500 Mann kämpfen, an der gesamten Front bis zu 30.000 russische Soldaten. Auf deren Uniformen indes prangen deutlich sichtbar Abzeichen mit der gelbblauen ukrainischen Flagge."
Derweil erhebt der Blogger Wolfgang Jungmann weitere schwere Manipulationsvorwürfe gegen die ZDF-Dokumentation.