Im Südosten Nigerias ist in einer Gasanlage nach einer Explosion ein Großbrand ausgebrochen. Offiziellen Angaben zufolge gab es mehrere Tote. Örtliche Medien berichteten dagegen von rund 100 Opfern.
explosion nigeria
© dpa/George EsiriArchivbild
Bei einem Großbrand in einer Gasanlage im Südosten Nigerias sind nach Polizeiangaben mehrere Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, wurde das Feuer am Donnerstagmittag durch eine Explosion in der Anlage in der Stadt Nnewi im Bundesstaat Anambra ausgelöst. Auch mehrere angrenzende Gebäude und Fahrzeuge gerieten in Brand. Es seien mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen, sagte ein Polizeisprecher in der Regionalhauptstadt Awka.

Örtliche Medienberichte über dutzende Tote wollte der Sprecher nicht bestätigen. DiePolizei befürchte aber, dass „ein paar“ Menschen in dem „riesigen Inferno“ ums Leben gekommen seien, sagte er. Der unterirdische Tank stehe zwar immer noch in Flammen, die Ausbreitung des Feuers sei aber gestoppt.

Die nigerianische Zeitung Leadership hatte am Freitag unter Berufung auf einen Augenzeugen berichtet, dass bei der Gas-Explosion etwa 100 Menschen ums Leben gekommen seien. Unter den Toten seien Menschen, die ihre Gas-Vorräte aufstocken wollten, sowie Anwohner und Passanten. Nicht nur in der Anlage habe es Opfer gegeben, die zum Teil bis zur Unkenntlichkeit verbrannt waren, sondern die Flammen hätten auf Häuser übergegriffen und mehr als 50 Autos zerstört.

Nigeria ist der größte Erdölproduzent in Afrika. Vor allem Pipeline-Brände sind keine Seltenheit, zum einen wegen ihres schlechten Zustands, zum anderen, weil sie von Dieben angezapft werden, die das Öl auf dem Schwarzmarkt verkaufen. Weihnachten 2007 starben 40 Menschen bei der Explosion einer angezapften Pipeline vor Lagos.

Quelle: AFP, dpa