Die islamischen Staaten müssen effektiver gegen den Terrorismus vorgehen, wie der iranische Parlamentspräsident Ali Laridschani nach seinem Irak-Besuch äußerte, wo er mit Spitzenpolitikern, Vertretern verschiedener Parteien und islamischer Konfessionsrichtungen zusammentraf.
Ali Laridschani
„Islamische Staaten brauchen heute effektivere Maßnahmen im Kampf gegen den Terrorismus, aber auch solche Konferenzen können die Zusammenarbeit der Länder fördern“, zitiert die Agentur IRNA Laridschani.


Kommentar: In der Tat sollte die islamische Welt sich verbünden und gegen IS und ihre US-Unterstützer vorgehen. Die Jahrzehnte lange Teilung und Beherrschung der islamischen Welt durch den Westen sollte endlich ein Ende haben.


Dieser habe sich im Irak mit dem Präsidenten, Premierminister und auch seinem Amtskollegen getroffen, teilte der Parlamentssprecher mit. Während dieser Treffen hätten die Politiker die Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich sowie die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Staaten besprochen.

Des Weiteren sei er mit Vertretern verschiedener Parteien und religiöser Gruppen zusammengekommen, wobei sogar erfolgreiche Verhandlungen und ein Meinungsaustausch zwischen Sunniten und Schiiten stattgefunden haben sollen, fügte er hinzu.

Die bewaffnete Konfrontation zwischen den größten islamischen Gemeinden - den Sunniten und den Schiiten - war nach der militärischen Intervention der USA im Jahr 2003 und dem anschließenden Sturz von Präsident Saddam Hussein entflammt.

Unter Hussein waren die Staatsstrukturen von Sunniten dominiert gewesen. Nach dem Machtwechsel wurden die sunnitischen Beamten von den Schiiten verdrängt. Im Sommer 2014 gelang der durch die Sunniten geprägten Terrormiliz „Islamischer Staat“ (auch bekannt als Daesh) die Eroberung mehrerer Gebiete im Irak. Das Land wird seitdem immer wieder von blutigen Terroranschlägen erschüttert: Allein seit Mitte Juli 2015 sind dabei mehr als 300 Menschen getötet worden.