Nicht alle waren entzückt von Mario Draghis Entscheidung vom 10. März, mit der Monetarisierung von Unternehmens-Anleihen zu beginnen. Zuvorderst stand Bundesbank-Präsident Jens Weidmann, dessen Widerstand gegen unorthodoxe Geldpolitik bekannt ist und dessen “Nördlicher Block“ unter jenen war, die gegen die Ausweitung der quantitativen Lockerung der EZB gestimmt haben. Sich darüber zu beschweren heißt natürlich nicht es aufzuhalten und seit drei Jahren haben sich die “Deutschen“ vor dem EZB-Rat lauthals beschwert, während die EZB sich auf bestem Weg befindet, ihre Bilanzsumme in den nächsten paar Jahren zu verdoppeln.
Und wie üblich geht Weidmann nach jedem dramatischen Lockerungsschritt der EZB vor die Presse, um seine Frustration über die immer kühneren Versuchen der EZB auszudrücken, ein neues Weimar zu erschaffen - etwas von dem die deutsche Presse wiederholt erklärt hat, dass es nicht gutgeheißen wird.
Dieses mal hat Weidmann den nächsten Schritt der Zentralbank vorweggenommen, nämlich Helikoptergeld, und warnte vor einer Diskussion um die Aushändigung von Geld zur Stimulation des Wachstums.
»Helikoptergeld ist kein Manna, das vom Himmel fällt, sondern würde riesige Löcher in die Notenbankbilanzen reißen.«, sagte der Chef der Deutschen Bundesbank. »Letztlich müssten die Eurostaaten und damit die Steuerzahler die Kosten tragen.«
Lieber Jens: Falls Sie den größten Vermögens-Transfer der Geschichte noch nicht begriffen haben, welcher sich von der Mittelklasse zu dem 1 % der zinssuchenden Finanz-Oligarchie vollzieht - das ist genau das, um was es geht!Weidmann, der sich über das Ende des EZB-Spiels bewusst ist, warnte: »Statt immer waghalsigere geldpolitische Experimente ins Spiel zu bringen, wäre es sinnvoll, einmal innezuhalten. Geldpolitik ist kein Allheilmittel, ersetzt nicht notwendige Reformen in einzelnen Ländern und löst auch nicht die Wachstumsprobleme Europas.«
Nein, aber sie ermöglicht Zeit zu schinden, damit Europas funktionsgestörten Regierungen, deren Staatsanleihen ohne den Rückhalt der EZB im zweistelligen Zinsbereich gehandelt werden würden, weiterhin so tun können, als sei alles in Ordnung. Und sie können auf diesem Weg schwierige Entscheidungen vermeiden, weil sie wissen, dass es zu einer breiten Welle gegen das Establishment gerichteter Stimmung kommen würde, was die Hinterlassenschaften des Status Quo von der Macht hinfortfegen würde - und ebenso die EZB und Europas Bankensystem schädigen würde. Man schaue sich nur das “beispiellose“ Emporkommen von Donald Trump an.
Weidmann sagte auch, dass er von der Gesamtheit der von der EZB diesen Monat verlautbarten Maßnahmen nicht überzeugt sei. »Ich habe aber immer wieder darauf hingewiesen, dass die Wirkung der ultralockeren Geldpolitik schwächer wird, je länger sie andauert. Gleichzeitig gilt: Je stärker man Gas gibt, desto größer werden Risiken und Nebenwirkungen.«, sagte Weidmann.
Weiter sagte er, dass er nicht glaubt, dass durch die Abschaffung der 500 Euro-Note die Kriminalität »spürbar eingedämmt« wird. Ein solcher Schritt wäre darüber hinaus eine logistische Herausforderung, so Weidmann.Das ist in der Tat so, denn es würde bedeuten, dass 30 % der physisch zirkulierenden europäischen Währung aus dem Verkehr gezogen werden würde, ein kritischer Zustand, der sogar noch mehr unorthodoxe Geldpolitik ermöglicht. Es wird geschehen.>>> zum englischsprachigen Original-BeitragÜbersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter
Kommentar: Ein wichtiger Hinweis am Schluss des Artikels. Das ist der vorsichtige Anfang, das Bargeld schleichend aus dem System zu entfernen, unter dem Deckmantel der "Kriminalität" natürlich.
Tatsächlich ist das, was die EZB jetzt tut, nur das Gleiche, was die FED in den USA schon seit Ben "Helikoptergeld" Bernanke mehr oder weniger erfolgreich praktiziert. Und es ist ein zwingender Schritt, dem noch weitere folgen werden, wollen die Banken das Kreditsystem am Laufen halten. Worauf das alles hinaus läuft? Am wahrscheinlichsten auf ein Bargeldloses Finanzsystem, in dem das Aufkaufen und die Refinanzierung von Anleihen aller Art durch Negativzinsen dem Bürger quasi automatisch aufgehalst wird, ohne dass er sich dagegen wehren könnte. Damit wäre der Kreis der Umverteilung des Vermögens von Unten nach Oben endlich komplett geschlossen. Ein Traum der Eliten.
Kommentar: Ein wichtiger Hinweis am Schluss des Artikels. Das ist der vorsichtige Anfang, das Bargeld schleichend aus dem System zu entfernen, unter dem Deckmantel der "Kriminalität" natürlich.
Tatsächlich ist das, was die EZB jetzt tut, nur das Gleiche, was die FED in den USA schon seit Ben "Helikoptergeld" Bernanke mehr oder weniger erfolgreich praktiziert. Und es ist ein zwingender Schritt, dem noch weitere folgen werden, wollen die Banken das Kreditsystem am Laufen halten. Worauf das alles hinaus läuft? Am wahrscheinlichsten auf ein Bargeldloses Finanzsystem, in dem das Aufkaufen und die Refinanzierung von Anleihen aller Art durch Negativzinsen dem Bürger quasi automatisch aufgehalst wird, ohne dass er sich dagegen wehren könnte. Damit wäre der Kreis der Umverteilung des Vermögens von Unten nach Oben endlich komplett geschlossen. Ein Traum der Eliten.