Migranten haben ihr Wohnheim auf der italienischen Insel Lampedusa in Brand gesetzt, wie Reuters berichtet. Das sollte ein Protestzeichen gewesen sein. Laut den örtlichen Behörden gab es keine Verletzten.
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© AFP 2016/ Filippo MONTEFORTE
Das Gebäude wurde angezündet. Vier mutmaßliche Verdächtige sind bereits identifiziert. Das Ausmaß des Schadens sei noch nicht bekannt, kommentierte der Bürgermeister von Lampedusa, Giusi Nicolini.

Die Zahl der Migranten, die die EU-Grenze im östlichen Mittelmeerraum überqueren, ist im Vergleich zum Februar um 50 Prozent zurückgegangen, berichtet Frontex (Europäische Agentur für die operative Zusammenarbeit an den Außengrenzen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union). Laut der Agentur ist der Hauptgrund dafür der Vertragsabschluss zwischen der EU und der Türkei. Entsprechend dem Vertrag kann Griechenland die ankommenden Flüchtlinge in die Türkei zurückschicken.

Im März war allerdings der Strom der Flüchtlinge, die sich aus Nordafrika über die Ägäis in Richtung Italien begeben hatten, auf 9.600 Menschen angewachsen.