Am Samstagvormittag entwickelte sich über dem Zürichsee eine Wasserhose. Der Rüssel berührte gar die Seeoberfläche. Unsere SRF Augenzeugen haben das Naturspektakel festgehalten.
Wollerau Wasserhose
© Magnus Forsberg Wollerau: Blickrichtung Uerikon/Feldbach um 9:15 Uhr.
Stäfa Wasserhose
© Stephan Biland Freienbach: Kurz vor Stäfa wurde die Wasserhose ebenfalls gesichtet
Feusisberg Wasserhose
© Andrea Gresch Feusisberg: Das Bild entstand um 9:15 Uhr auf der Fahrt von Schindellegi nach Pfäffikon.
Stäfa Wasserhose
© Josef Tichacek Stäfa: Kein Tornado, aber eine Wasserhose. Blickrichtung Bäch
Wasserhose vor Stäfa

Die Bedingungen für eine Wasserhose standen am Samstag gut. Die Seetemperatur mass knapp 23 Grad, die Lufttemperatur lag um 15 Grad, auf 2000 Metern wurden zu der Zeit nur wenig über 6 Grad gemessen. Warme Luft auf der Seeoberfläche und kalte Luft in der Höhe ist ein Zeichen für Labilität. Labilität ist eine Voraussetzung damit Wasserhosen entstehen können.


Tornados in Mitteleuropa

Wasserhosen sind mit Tornados verwandt. Die meisten und auch die kräftigsten Tornados entstehen in den riesigen Weiten des amerikanischen Mittelwestens zwischen den Rocky Mountains und den Appalachen, vorwiegend in den Monaten April bis Juli. In diesen vier Monaten werden jährlich jeweils rund 800 Tornados gesichtet. Tornados können auch in Mitteleuropa entstehen, jedoch sind hier selten die Bedingungen zur Bildung eines Tornados erfüllt. Aber es sind tatsächlich Fälle von Tromben oder Wasserhosen in Mitteleuropa dokumentiert.