
„Schon kurz nachdem wir diese Galaxie entdeckt hatten, bemerkten wir, dass diese Galaxie mehr beinhaltet als das, was wir mit unseren Augen sehen konnten“, erläutert Dokkum. „Sie besitzt derart wenige Sterne, dass sie eigentlich sehr schnell auseinandergerissen werden würde, wenn es da nicht etwas gibt, das sie zusammenhält.“
Anhand der Geschwindigkeit von Sternen ist es Astrophysikern möglich, auf die Gesamtmasse ihrer Galaxie zu schließen: Je schneller sich die Sterne bewegen, desto größer ist für gewöhnlich die Masse ihrer Heimatgalaxie.
„Erstaunlicherweise bewegen sich die Sterne in dieser Galaxie schneller als dies für eine derart lichtschwache Galaxie zu erwarten ist“, erläutert der Mitautor der Studie, Roberto Abraham von der University of Toronto und führt weiter aus: „Dies bedeutet, dass ‚Dragonfly 44‘ über eine gewaltige aber unsichtbare Masse verfügen muss.“
Die geschätzte Gesamtmasse von „Dragonfly 44“ entspricht der Masse von einer Billion Sonnen bzw. 2 Septillionen Kilogramm (eine 2 gefolgt von 42 Nullen) - und damit wiederum in etwa der Masse unserer Milchstraße.
Allerdings wird gerade einmal 0,01 Prozent dieser Masse von sichtbaren Sternen und „normaler“ Materie gebildet. Die restlichen 99,99 Prozent - so vermuten die Astrophysiker - bestehen aus sogenannter Dunkler Materie, aus der auch 90 Prozent des restlichen Universum bestehen soll, so zumindest die derzeit gängige Theorie.
Die Entdeckung einer Galaxie, die nahezu ausschließlich aus Dunkler Materie zu bestehen scheint ist allerdings nicht neu: Auch extrem lichtschwache Zwerggalaxien könnten so aufgebaut sein. Allerdings sind diese Zwerggalaxien rund 10.000 mal weniger massereich als „Dragonfly 44“.
„Bislang fehlt es gänzlich an Ideen darüber, wie Galaxien wie ‚Dragonfly 44‘ entstanden sein könnten, gesteht Abraham ein. „Die Gemini-Daten zeigen, dass ein relativ großer Anteil der darin befindlichen Sterne in Form von sehr kompakten Haufen existieren und das wäre ein wichtiger Hinweis. Derzeit sind wir aber lediglich am raten.“
„Jetzt hoffen wir darauf, ähnliche massereiche Galaxien wie ‚Dragonfly 44‘ zu finden, die unserer Milchstraße deutlich näher gelegen sind, sodass wir nach schwachen Signalen suchen können, die Teilchen der dunklen Materie offenbaren können“, so Dokkum abschließend.



Kommentar: Die geltenden Mainstream-Theorien zum Universum sind veraltet. Die Theorie des elektrischen Universums hingegen kann viele dieser "unerklärlichen" Phänomene plausible erklären.
Erfahren Sie hier mehr: Das Elektrische Universum - Teil 1: Das Mainstream Universum vs. das Elektrische Universum