Psychopath imitiert Emotionen
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Psychopathen haben kein Problem, ihre 'Maske' zu wechseln
Laut einer australischen Studie ist jeder fünfte Top-Manager ein Psychopath, wie der Sender „ABC“ berichtet. Demnach sitzen in den Vorstandsetagen internationaler Konzerne ebenso viele Geisteskranke wie in den Gefängnissen.

Die australischen Forscher haben laut dem Nachrichtenportal die Profile von 261 Konzernchefs untersucht und dabei herausgefunden, dass 21 Prozent der Manager Indizien für außerordentlich stark ausgeprägte Züge von Psychopathie aufweisen. Solche Merkmale sind unter anderem Unfähigkeit zur Empathie, Oberflächlichkeit und Unehrlichkeit. Ähnliche Ergebnisse habe es auch bei einer Untersuchung von Strafgefangenen gegeben, sagen die Autoren der Studie.

Die Wissenschaftler betonen, dass die ermittelte Psycho-Quote wesentlich höher sei, als sie es erwartet hätten.

„Erfolgreiche Psychopathen“ seien seit der Weltfinanzkrise eine weitverbreitete Erscheinung, betont einer der Studienautoren: „Allzu häufig interessieren sich die Unternehmen für die Kompetenzen der Bewerber und vernachlässigen dabei ihre Charaktereigenschaften“, sagte Nathan Brooks, Gerichtspsychologe von der Bond University.

Dabei können kompetente Psychos durchaus gefährlich werden: „In der Regel stiften sie viel Chaos und spielen die Menschen gegeneinander aus“, erläutert Brooks. Äußerlich würden solche Menschen sehr angenehm wirken, sie neigen jedoch zu unmoralischem Verhalten und gar Straftaten.

Die Untersuchungsergebnisse wurden am Mittwoch, 13. September, auf der jährlichen Konferenz australischer Psychologen in Melbourne im Süden des Landes vorgestellt. Die Autoren der Studie haben auf der Konferenz zudem eine neue Methode vorgestellt, mit der potentielle Psychopathen unter den Bewerbern erkannt werden können.