
Italien möchte als Vermittler [zwischen den westlichen Staaten und Russland] agieren, da Trump ein Neuling auf der politischen Bühne ist. Das ist etwas, das Rom schon getan hat", erklärte Politikwissenschaftler Fulvio Scaglione im Gespräch mit Sputnik. "Die Regierung des ehemaligen Ministerpräsidenten Matteo Renzi hatte klargestellt, dass sie mit den Sanktionen nicht zufrieden war. [Die Sanktionen] sind kostspielig und ineffizient. Russland hat auf besonnene Weise seinen eigenen Kurs eingeschlagen."Italiens Regierung gilt als ein Gegner der EU-Sanktionen, da italienische Unternehmen in den Jahren zuvor enge Kontakte nach Russland aufgebaut hatten. Die wirtschaftlichen Maßnahmen würden das ohnehin kriselnde Land weiter schwächen. Renzi konnte im Oktober verhindern, dass die EU weitergehende Sanktionen gegen Moskau verhängt.
Scaglione zufolge sei Italien in der Lage, in der Zeit seines Vorsitzes der G7 "viel zu tun". Rom hatte am 1. Januar dieses Jahres den Vorsitz der G7-Staaten übernommen. Italiens neuer Ministerpräsident Palazzo Chigi hatte am 29. Dezember erklärt, dass eine seiner Prioritäten für den G7-Vorsitz ist, die Beziehungen zu Moskau zu verbessern.
Die nächste G7-Konferenz in der italienischen Stadt Taormina im Mai dieses Jahres werde laut Scaglione nicht wie die bisherigen verlaufen:
Das wird die erste Konferenz der Mitgliedsstaaten sein, die eine Gelegenheit bieten wird, die Fähigkeiten, Ideen und spezifischen Entscheidungen von Donald Trump zu bewerten. [...] Auch die britische Ministerpräsidentin Theresa May, die Regierungschefin des Landes, das sich dazu entschied, die EU zu verlassen, und der neue Präsident Frankreichs werden anwesend sein", betonte der italienische Politik-Experte.Zugleich stellte Scaglione klar, dass die italienische Regierung zunächst innenpolitische Herausforderungen in den Griff bekommen muss, um von anderen Regierung ernst genommen zu werden und eine größere Rolle im Weltgeschehen zu spielen.



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