russischer Außenminister Sergej Lawrow
© AP Photo/ Sergei ChuzavkovDer russische Außenminister Sergej Lawrow handelt wie gewohnt sehr klug
Der russische Außenminister Sergej Lawrow nimmt eigenen Worten zufolge keine Mobiltelefone zu sensiblen Verhandlungen mit.

„Was den Verdacht betrifft, dass CIA-Hacker nicht nur in Smartphones, aber auch in moderne Fernseher eindringen können - und ich habe gehört, dass sie auch in Kühlschränke eindringen können, um Probleme mit den Stromnetzen zu bereiten - , so versuche ich, keine Telefone zu Verhandlungen über sensible Fragen mitzunehmen“, erläuterte der russische Diplomat.

Laut Lawrow halten Experten die Daten über das Hacker-Arsenal der CIA für glaubwürdig.

Die Enthüllungsplattform WikiLeaks hatte am 7. März unter dem Codenamen „Vault-7“ mehr als 8.700 geheime CIA-Dokumente aus einem Hochsicherheits-Netzwerk veröffentlicht, die einen Überblick über das geheime Hacking-Arsenal der CIA enthielten, welches das gezielte Ausnutzen von Schwachstellen in Systemen (sogenannte Zero-Day-Exploits) ermöglichten.

Mit diesen Mitteln könnten WikiLeaks zufolge iPhones von Apple, Android-Geräte von Google, Windows-Rechner und sogar Fernseher angegriffen werden.

Die Schadsoftware selbst wurde bisher jedoch nicht veröffentlicht. Laut Wikileaks ist ihre Publikation in dem Fall zu erwarten, sollte in der Gesellschaft ein Konsens hinsichtlich ihrer Analyse und „Entschärfung“ erzielt werden.