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Das britische Start-up-Unternehmen »Improbable« plant, die Welt mit ihrer Virtual-Reality-Technologie völlig zu verändern.

Improbable ist in dem Bereich Virtual Reality (VR) zwar nicht so bekannt wie VR-Headset-Entwickler »Oculus« oder das an künstlicher Intelligenz spezialisierte Unternehmen »DeepMind«, doch auch wenn ihr Firmenname übersetzt unwahrscheinlich bedeutet, ist ihr Ziel vielleicht gar nicht so aussichtslos, wie man glaubt: Eine künstlich erschaffene Realität zu erschaffen.

Gründer und Geschäftsführer Herman Narula studierte Computerwissenschaft an der Cambridge University und hat bereits rund 500 Millionen Euro an Investorengeldern für sein ehrgeiziges Projekt gesammelt, die realistischste virtuelle Welt zu erschaffen, die es je gab. „Wir befinden uns heute dort, wo es möglich ist, künstliche Realitäten zu erschaffen. Aber nicht mit irgendeinem abstrakten Inhalt, sondern solche mit echter, leben-diger, atmender Entspannung und mittels Technik angetrieben, die es den Menschen erlaubt, völlig neue Erfahrungen zu machen. AI (Künstliche Intelligenz) bekommt die ganze Medienaufmerksamkeit, doch die Idee, die Realität neu zu erschaffen, ist etwas, was in das Bewusstsein der Menschen dringt und das ist genauso wichtig und so bedeutsam wie künstliche Intelligenz", sagte Narula.

Dazu hat Improbable das innovative cloud-basierte Betriebssystem »SpatialOS« entwickelt, das es beliebig viele Personen ermöglicht, riesige Akteure-basierte Simulationen in der Cloud zu errichten. Die Perfektionierung dieser Technologie könnte es eines Tages ermöglichen, unsere reale Welt in eine völlig dauerhafte virtuelle Simulation umzuwandeln, die vom realen Leben nicht mehr zu unterscheiden wäre. „Im Grunde wollen wir die Matrix bauen", wird Narula im Wired zitiert.

Zu den Investoren zählen Unternehmen wie SoftBank, Horizons Ventures und Andreessen Horowitz.