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Wissenschaftler aus Deutschland, den Niederlanden, den USA und Japan haben einen einfachen Weg gefunden, die Lebenserwartung eines Organismus zu bestimmen. Die entsprechenden Forschungsergebnisse hat die Fachzeitschrift "Nature Communications" veröffentlicht.

Die Forscher haben demnach einen Zusammenhang zwischen der Größe des Nukleolus ("Kernkörperchen") in den Zellen frei lebender Nematoden (Fadenwürmer) und der Lebenszeit entdeckt. Je kleiner die Größe innernuklearer Zellkomponente sei, desto höher sei die Lebenserwartung des Organismus. Eine ähnliche Korrelation zwischen Nukleolus-Größe und Lebensdauer sollen die Wissenschaftler auch bei Fruchtfliegen und Nagetieren festgestellt haben.

Darüber hinaus hätten sie herausgefunden, dass intensive körperliche Aktivität die Größe der Nukleoli verringere. Biopsien des Muskelgewebes von Personen über 60 Jahren haben ergeben, dass dies auch für Menschen gelte.

Die Wissenschaftler stellten außerdem fest, dass je kleiner ein Nukleolus sei, desto geringer sei auch der Level des Proteins Fibrillarin darin. Der Proteingehalt des Nukleolus kann laut den Experten also als Biomarker für die Lebensspanne fungieren.