Immer wieder reisen Menschen auf Güterzügen illegal ein. Am Sonntag war die Bundespolizei mehrmals in München gefordert. Am Ostbahnhof fuhren zeitweise keine Züge mehr, weil die Flüchtlinge auf den Gleisen vor den Beamten flohen.

Symbolbild
Zunächst waren am Sonntagmorgen am Ostbahnhof zahlreiche Polizisten, Hubschrauber mit Wärmebildkamera und mehrere Suchhunde im Einsatz. Nach Polizeiangaben waren mehrere kleine Gruppen von Flüchtlingen auf den Gleisen unterwegs. Der komplette Gleisbereich des Ostbahnhofes musste für rund eine Stunde gesperrt werden. Erhebliche Behinderungen im Zugverkehr waren die Folge.

Kein Einzelfall

Nachdem der Fahrdienstleiter am Rangierbahnhof München-Ost mehrere Personen im Gleis gemeldet hatte, konnte wenig später ein Nigerianer gestellt werden. Nach Angaben der Bundespolizei war er mit einem Güterzug aus Verona nach München gekommen. Wenig später wurden weitere Personen im Gleis gesehen. Sie flüchteten und versteckten sich vor der Polizei. Wenig später wurden fünf Nigerianer und zwei Marokkaner aufgegriffen - allesamt von Güterzügen, die aus Italien kamen.

Die Ereignisse vom Sonntag sind kein Einzelfall. In diesem Jahr wurden bisher rund 400 Flüchtlinge im Bereich von Münchner Bahnanlagen aufgegriffen.

Zwei unbegleitete Minderjährige aus Guinea

Gegen 11.30 Uhr war die Münchner Polizei erneut gefragt. Im Bereich des Rangierbahnhofes München-Nord wurden 16 weitere Afrikaner unterschiedlicher Nationalitäten aufgegriffen, die ins Bundesgebiet eingereist waren. Darunter befanden sich auch zwei unbegleitete Minderjährige aus Guinea. Wieder waren sie unerlaubterweise auf Güterzügen unterwegs. Laut Bundespolizei hatte ein Bürger von einer Brücke aus die Flüchtlinge im Gleis entdeckt. In diesem Fall sei der Personenverkehr der Deutschen Bahn aber nicht beeinträchtigt worden.

Alle 16 Migranten hätten ein Schutzersuchen geäußert und seien der Bayerischen Landespolizei übergeben worden. Die Flüchtlinge hätten teilweise nur T-Shirts und kurze Hosen getragen. Sie seien aber unversehrt.