gleichgeschlechtlich
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Wenn man in einer Kirche verheiratet wird, lautet ein berühmter Satz: "Bis dass der Tod uns scheidet" und die Ehe ist damit aufgelöst. In den USA und vielen anderen Teilen der Welt herrscht sprichwörtlich eine verkehrte Welt. Ein lesbisches Pärchen in den USA war über 50 Jahre zusammen und hat es seit der rechtlichen Zulassung, dass Homosexuelle heiraten dürfen, verpasst, die Eheschließung durchzuführen. Und das oberste Gericht in Utah hat die beiden nun nachträglich vermählt. D. h. die bessere Hälfte war bereits verstorben.
Der Anwalt der Frau teilte mit, dass das Urteil zwar ungewöhnlich, aber nicht beispiellos sei. Bonnie Foerster hatte Beverly Grossaint im Januar 1968 in New York kennengelernt, nachdem sie von ihrem gewalttätigen Mann geflohen war. Die beiden waren gut 50 Jahre lang unzertrennlich. In den letzten Jahren mussten sie gegen schwere Krankheiten kämpfen. Der Anwalt von Bonnie Foerster wollte die Heirat auf den 26. Juni 2015 zurückdatieren lassen, den Tag, als das Oberste Gericht der USA die Homoehe landesweit für legal erklärt hatte. Der Richter schlug dagegen den 20. Dezember 2013 vor, als die Homoehe im Bundesstaat Utah erlaubt worden war.

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Das Urteil und der Wunsch der Frau liest sich so, "ich schaffe mir die Welt, wie sie mir gefällt", komme was wolle. Wie die andere Lebensgefährtin ihr "Ja"-Wort geben konnte, ist dabei noch ein großes Rätsel.