Eine gewaltige Explosion hat im Allgäu ein Wohnhaus zerstört. Die Retter suchen in den Trümmern nach einem Mann und dessen Kind.
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© Karl-Josef Hildenbrand/DPA
Eine Explosion hat im Allgäu am Sonntag ein Wohnhaus komplett zerstört. Rettungskräfte bargen am Mittag eine schwer verletzte Frau. Die Polizei geht nach eigenen Angaben von zwei weiteren Verschütteten aus. Der Partner der Schwerverletzten und das gemeinsame Kind sollen noch unter den Trümmern begraben sein.

Zunächst hatte die Polizei befürchtet, dass bei der Explosion des dreistöckigen Gebäudes in einem Wohngebiet in Rettenbach am Auerberg sogar sieben Menschen verschüttet sein könnten - denn so viele Menschen waren als wohnhaft in dem Haus gemeldet. Wie sich herausstellte, war jedoch eine vierköpfige Familie zum Zeitpunkt des Unglücks außer Haus.

Gasexplosion ist wahrscheinliche Ursache

Bei der Explosion des dreistöckigen Gebäudes in einem Wohngebiet im bayerischen Rettenbach am Auerberg wurden zwei weitere Häuser beschädigt, eines davon schwer. Als Ursache des Unglücks vermutet die Polizei inzwischen eine Gasexplosion.


Kommentar: Das Haus selbst besaß keine Gasleitung, aber durch den Garten soll eine Flüssiggasleitung laufen, die beschädigt wurde.


Bilder von vor Ort zeigen nur noch einen Trümmerhaufen, wo zuvor das Haus gestanden haben soll. Ein angrenzendes Haus ist nach Angaben des Polizeisprechers vor Ort zumindest "teilbeschädigt". Trümmer liegen verstreut auf der Straße. Auch ein Auto, das vor dem Wohnhaus steht, ist mit Trümmern überhäuft und beschädigt. Zahlreiche Helfer von Feuerwehr und Bayerischem Roten Kreuz sind vor Ort. Es komme auch ein Rettungshund zum Einsatz, sagte der Polizeisprecher weiter. Die Helfer versuchten zunächst, das Dach des Hauses von dem Trümmerhaufen zu heben.

dpa