Die Universität St. Gallen untersuchte die Kooperationsbereitschaft und den Egoismus von 28 Profi-Händlern, wie der Spiegel berichtete. Die Versuchspersonen mussten demnach Computersimulationen durchspielen und Intelligenztests machen. Die Börsenmakler verhielten sich im Ergebnis „zum Beispiel noch egoistischer und risikobereiter als eine Gruppe von Psychopathen, die den gleichen Test absolvierte“, sagte Thomas Noll, Vollzugsleiter des Schweizer Gefängnisses Pöschwies nördlich von Zürich.
Kommentar: Die Forscher dieser Studie und die Autoren dieses Artikels wissen entweder nicht genug über das Thema oder führen bewusst oder unbewusst in die Irre. Paul Babiak und Robert Hare haben in ihrem Buch Menschenschinder oder Manager: Psychopathen bei der Arbeit deutlich gemacht, dass gerade in den obersten Chefetagen von Manager-Berufen viele Psychopathen zu finden sind. Denn Psychopathen sind nicht nur in Gefängnissen zu finden und sind nicht etwa bloß die Serienkiller, die uns das Fernsehen zeigt.
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Statt sachlich und nüchtern auf den höchsten Profit hinzuarbeiten, „ging es den Händlern vor allem darum, mehr zu bekommen als ihr Gegenspieler“, wird Noll in dem Bericht weiter zitiert. „Und sie brachten viel Energie auf, um diese zu schädigen.“ Es sei in etwa so gewesen, als hätte der Nachbar das gleiche Auto, „und man geht mit dem Baseballschläger darauf los, um selbst besser dazustehen“. Erklären können die Wissenschaftler diesen Hang zur Zerstörung nicht - und mehr Gewinn als die Vergleichsgruppen erzielten die Aktienhändler mit ihrem Verhalten auch nicht.
edi/AFP




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