Moskau. 18 414 HIV-Infizierte sind laut Russlands Chefhygienearzt Gennadi Onischtschenko 2011 in Russland gestorben - um 17,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor.
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„An den Folgen ihrer HIV-Infektion sind eigentlich 5 568 Menschen verstorben. Die restlichen starben an einer Überdosis von Drogen, wurden getötet bzw. begingen Selbstmord“, teilte Onischtschenko, Leiter des Föderalen Aufsichtsdiensts zum Schutz der Verbraucherrechte Rospotrebnadsor, am Montag auf einer Pressekonferenz mit.

Seit Beginn der Registrierung von HIV-Ansteckungen in Russland im Jahr 1987 seien insgesamt 109 000 Menschen an Aids gestorben.

Nach Angaben von Rospotrebnadsor sind im vergangenen Jahr in Russland 62 000 HIV-Neuinfektionen registriert worden. Die Morbiditätskennziffer lag im vorigen Jahr bei 43,4 pro 100 000 der Bevölkerung. Im Vergleich zu 2010 ist diese Kennziffer um fünf Prozent angestiegen.

Den stärksten Zuwachs der Anzahl von HIV-Infizierten gab es in den Föderationsbezirken Sibirien, Wolgaland und Ural. Im Zentralen Föderationsbezirk (Mittelrussland) und im Föderationsbezirk Nordwesten (Gebiete im Norden und im Westen des europäischen Teils Russlands) hat sich die Zahl der neu diagnostizierten HIV-Infektionsfälle stabilisiert.

Im Föderationsbezirk Süd (die südrussischen Regionen um das Gebiet Rostow), im Nordkaukasischen Förderationsbezirk (die nordkaukasischen Teilrepubliken und die südrussische Region Stawropol) und im Fernöstlichen Föderationsbezirk sind die Zuwachsraten besonders niedrig.

Der Hauptübertragungsweg des Virus, so Onitschtschenko, bleibt nach wie vor durch unsterile intervenöse Spritzen.

RIA Novosti