
Wie die Los Angeles Times berichtet, wurde dort bereits ein Monat nach der Katastrophe radioaktives Jod in Proben von Riesen-Seetang nachgewiesen. Wissenschaftler hatten ihn am Küstenstreifen zwischen Laguna Beach und Santa Cruz eingesammelt.
Laut der in der Fachzeitschrift Environmental Science & Technology veröffentlichten Studie war die im Seetang festgestellte Menge an radioaktivem Jod signifikant höher als bei Messungen, die vor dem Unglück vorgenommen worden waren.
Riesen-Seetang eignet sich den Forschern zufolge besonders gut für den Nachweis radioaktiver Stoffe in der Umwelt, weil er Jod anreichert.
Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass beim Japan-GAU radioaktive Artikel in die Atmosphäre gelangten, die dann ihren Weg über den Pazifik machten und schließlich durch starken Regen im Meer abgelagert wurden.
Seeigel oder Krebstiere, die sich von Seetang ernähren, könnten die radioaktiven Stoffe aufgenommen haben. Auch bestimmte Arten von Fischen könnten nach Ansicht der Forscher betroffen sein.
„Radioaktivität wird vom Seetang aufgenommen, und alles, was sich vom Seetang ernährt, ist der Radioaktivität ebenfalls ausgesetzt“, erklärte Meeresbiologe Steven Manley, Hauptautor der Studie. „Es ist keine gute Sache, aber ob es tatsächlich eine messbare schädliche Wirkung hat, entzieht sich meiner Kompetenz“, fügte Manley hinzu.
Ob die Menge des im Seetang festgestellten radioaktiven Jods für den Menschen eine Gefahr ist, bleibt also unklar.



Kommentar: Kommentar: Da dies ein Artikel der Bild-Zeitung ist, kann man natürlich nicht viel erwarten - doch nur um sicherzugehen: Hier ist nichts unklar, die sich verbreitende Radioaktivität durch die Fukushima-Katastrophe ist schädlich für den Menschen.