Wie UNSMIL-Sprecherin Hua Jiang sagte, hatte sich Martin mit örtlichen Behörden sowie Vertretern der Zivilgesellschaft getroffen. Nach dem Angriff habe er den Besuch abgebrochen und sei nach Tripolis zurückgekehrt. Die US-Regierung verlangte vom libyschen Übergangsrat eine Untersuchung des Vorfalls. US-Außenamtssprecherin Victoria Nuland forderte am Dienstag "alle bewaffneten Gruppen" auf, "sämtliche Differenzen durch Dialog auszuräumen und auf Gewalt zu verzichten".
Kommentar: Zum Glück hält sich daran die USA und kann berechtigt solche Forderungen stellen...
Für die Mission UNSMIL, die nach dem Sturz des Regimes von Muammar al-Gaddafi eingerichtet wurde, arbeiten etwa 200 Experten, viele von ihnen selbst Libyer oder Araber. Sie sollen beim Aufbau des Staates helfen und die neuen Behörden "unterstützen und beraten bei allen Bemühungen, die Verbreitung von Waffen zu verhindern". Der Übergangsrat hat laut Analyse der "International Crisis Group" keine Kontrolle über das kriegszerstörte Land. Mehr als 125.000 Libyer sollen unter Waffen stehen. Es ist eine der Hauptsorgen der Vereinten Nationen, dass weitere Waffen des alten Regimes Terroristen in die Hände fallen, die in den Sahel-Staaten aktiv sind.
Unzufriedene Ex-Rebellen, die Anspruch auf Sold als "Revolutionäre" erheben, haben am Dienstag den Sitz des regierenden Übergangsrates in Tripolis angegriffen. In einem Regierungskommuniqué vom Mittwoch hieß es, der bewaffnete Angriff habe keine Opfer gefordert. Die Attacke sei gegen "die Souveränität und das Ansehen des Staates" gerichtet, der die "Sprache der Drohung und Erpressung" zurückweise. Regierungssprecher Mohammed Harizi erklärte, die Auszahlung des Soldes an die "Revolutionäre", die gegen das Gaddafi-Regime gekämpft hatten, sei wegen "Missbräuchen" gestoppt worden.
APA



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