Auf Papua-Neuguinea sind 29 Menschen verhaftet worden. Sie werden verdächtigt, sieben Menschen getötet und gegessen zu haben. Unter den Verhafteten ist ein 13-jähriger Junge.
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Es war eine Grossrazzia, wie es sie auf den kleinen Inselstaat Papua-Neuguinea je kaum gegeben hat. In der Nacht auf Freitag stürmte die Polizei ein Sektenritual in Biam, nordöstlich der Insel, bei dem 31 Menschen teilnahmen. 29 von ihnen konnten die Behörden verhaften, darunter einen 13 Jahre alter Junge und einen 50-jährigen Lehrer. Anführer «Joe» und sein Komplize kamen davon und werden noch gesucht.

Die Bande wird beschuldigt, hinter der Ermordung von sieben Menschen, vier Männer und drei Frauen, zu stehen. Die Leichen hätte die Bande anschliessend verzerrt, meinte Polizeioberst Daniel Kapen gegenüber der australischen Zeitung Herald Sun. Die Aktivitäten der Sekte seien Teil eines Rituals gewesen, um «Hexen zu identifizieren», so Kapen weiter.

Sektenführer mit eigener Armee

Hexerei ist auf Papua-Neuguinea ein legaler Begriff. Dabei wird unter «weisser Hexerei» und «schwarzer Hexerei» unterschieden. Bei der ersten handelt es sich um Heiler, die Krankheiten oder Unfruchtbarkeit behandeln. Die «schwarzen» Magier hingegen führen auch heute noch kannibalistische Rituale durch, um so zu übernatürlichen Kräften zu kommen.

Im Jahr 2010 wurde eine ähnliche Bande zerschlagen. Ihr Anführer, Steven Tari, der sich selber «schwarzer Jesus» nannte, wurde wegen sexuellen Handlungen mit minderjährigen Mädchen verhaftet. Tari hatte es geschafft, der Polizei ein Jahr lang zu entkommen, weil er Unterstützung von der Bevölkerung hatte. Zudem führte der Sektenführer eine eigene kleine Armee.

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