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© Matzerath, Ralph
Am Montag wird an der Lindenstraße eine Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Außer den Fachleuten vom Kampfmittelräumdienst darf sich dann kein Mensch in der 250-Meter-Zone rund um den Fundort aufhalten.

Monheim - Die bei Baggerarbeiten am Donnerstag auf einem Baugrundstück an der Lindenstraße neben der Raiffeisenbank gefundene amerikanische Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg wird am Montag vom Kampfmittelräumdienst entschärft.

"Ab 12 Uhr müssen dann im Umkreis von 250 Metern alle Wohnungen und Gebäude vollständig geräumt werden", teilte die Stadt mit. Im weiteren Umkreis von 250 bis 500 Meter dürfe sich niemand im Freien aufhalten. In diesem Radius werde der Verkehr einschließlich der Buslinien komplett eingestellt. Opladener, Schwalben-, Nieder- und Kapellenstraße liegen außerhalb der Sperrzone und bleiben offen. Der Busbahnhof hingegen wird laut Bahnen der Stadt Monheim (BSM) gesperrt. Die betroffenen Linien enden und starten außerhalb des Bahnhofs oder fahren Umleitungen.

Heultöne am Anfang und Ende

Vorausgesetzt, es kommt bei der Entschärfung des Blindgängers nicht zu Komplikationen, dauert die großräumige Sperrung laut Stadtsprecher Michael Hohmeier voraussichtlich bis 15 Uhr. Beginn und Ende der Entschärfung würden jeweils mit einem Sirenen-Heulton von einer Minute Dauer angekündigt. "Den Anweisungen von Polizei, Feuerwehr und Stadt ist unbedingt Folge zu leisten."

Die Stadt habe an alle betroffenen Haushalte und Betriebe Informationsblätter mit genauen Instruktionen verteilt. Im Umkreis von 250 Metern gilt: Sämtliche Personen müssen ihre Wohnungen und Geschäftsräume verlassen. Bettlägerige Personen, die für das Verlassen der Wohnung keine Hilfe durch Angehörige oder Nachbarn haben, können sich unter Tel. 95520 an die Feuer- und Rettungswache wenden. Für die Dauer der Bombenentschärfung wird die Mensa der Peter-Ustinov-Gesamtschule an der Falkenstraße als Aufenthaltsraum angeboten. Im Umkreis von 250 bis 500 Meter müssen Fenster und Türen aller Gebäude geschlossen bleiben.

"Der Fundort der Fliegerbombe ist gesichert und wird bewacht", betont Hohmeier. Von ihr gehe in diesem Zustand keine Gefahr aus.