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© Alexander Dziadosz/ReutersDer Zielort des Flugzeugs, Talodi, Sudan
Flugzeuge aus dem Sudan gelten als veraltet, in der EU dürfen sie nicht starten und landen. An der Grenze zum Südsudan sind nun alle Insassen bei einem Absturz gestorben.

Bei einem Flugzeugabsturz im Sudan sind alle 31 Passagiere und Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Unter den Toten ist nach Angaben des staatlichen Fernsehens der Minister für religiöse Führung, Ghazi al-Sadiq. Dem Fernsehsender Al Jazeera zufolge wurde zudem ein weiterer Minister getötet. Auch Sicherheitskräfte und Medienvertreter seien umgekommen.

Bei den Opfern handelt es sich um Angehörige einer offiziellen Delegation von Regierungsbeamten, die am Fest Eid al-Fitr zum Abschluss des muslimischen Fastenmonats Ramadan in der Region Südkordofan teilnehmen wollten. Al-Sadiq war erst seit Juli im Amt. Vorher war er als Minister für Tourismus und Altertümer tätig.

Die Maschine stürzte in den Bergen in der Nähe des Zielorts Talodi an der Grenze des vor mehr als einem Jahr abgespaltenen Südsudan ab, wie die staatliche Nachrichtenagentur Suna meldete. Nach dessen Angaben sollen schlechte Wetterbedingungen das Unglück ausgelöst haben.

Verhandlungen sollen wieder aufgenommen werden

Im Sudan kommt es relativ häufig zu Flugzeugunglücken, weil die Flotte veraltet ist. Da die Flugzeuge nicht den europäischen Sicherheitsanforderungen entsprechen, dürfen sie in der Europäischen Union nicht starten und landen.

In der seit Langem umkämpften Region Südkordofan an der Grenze zum Südsudan sind Regierungstruppen gegen die Rebellen der Sudanesischen Volksbefreiungsbewegung (SPLM) im Einsatz. Die Friedensverhandlungen zwischen beiden Seiten sollen Ende August wieder aufgenommen werden. Formal gehören die umstrittenen, rohstoffreichen Grenzregionen bisher zum Sudan, jedoch beansprucht auch Südsudan die Gebiete für sich. Über die genaue Grenzmarkierung konnten sich die Konfliktparteien bisher nicht einigen.

ZEIT ONLINE, AFP, dpa, Reuters