
Insgesamt 16 Mal feuerten sie auf J., wie eine Polizeisprecherin nun bestätigte. "Ein Beamter feuerte neun, ein anderer sieben Mal." J. sei nach bisherigen Untersuchungen sieben Mal getroffen worden. Unklar sei zum derzeitigen Stand der Ermittlungen, ob J. auf die Beamten geschossen hat. "Fest steht bisher, dass er seine Waffe auf die Polizisten gerichtet hat", sagte die Sprecherin.
New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg hatte bereits am Freitag angedeutet, dass die neun Verletzten "möglicherweise" auch von Polizeikugeln getroffen worden seien. Nun gibt es Gewissheit: Drei der verletzten sind direkt von den Kugeln der Beamten getroffen worden, wie Polizeichef Raymond Kelly am Samstag dem US-Sender CNN bestätigte. "Die anderen wurden durch Splitter verletzt."
Ob es sich dabei um Kugelsplitter oder um Teile von getroffenen Blumenkübeln und anderen Objekten handelte, ist bisher unklar. Sechs der Verletzten wurden bereits am Freitagnachmittag aus dem Krankenhaus entlassen. Drei befänden sich noch im Krankenhaus, sagte Kelly. Sie seien aber in stabilem Zustand.
Was genau der Auslöser für die Schießerei am Freitagmorgen war, ist noch unklar. Nach bisherigem Kenntnisstand handelte es sich um einen Streit zwischen ehemaligen Arbeitskollegen. Der Designer J. wurde vor etwa einem Jahr von der Firma "Hazan Imports" gefeuert. Nach Angaben von CNN sollen die beiden Männer seit längerem in einen Streit über Belästigung am Arbeitsplatz verwickelt gewesen sein. Sie hätten Klage gegeneinander eingereicht.
Erst vor knapp zwei Wochen war es in New York zu einem ähnlichen Zwischenfall gekommen: In der Nähe des Times Square erschossen Polizisten vor den Augen zahlreicher Passanten einen 51-jährigen Mann, der mit einem Messer herumgefuchtelt hatte. Sie feuerten zwölfmal.
aar/dpa/dapd



Kommentare von Lesern
für unseren Newsletter an