
Die Wucht der Explosion schleuderte den jungen Mann aus dem dritten Obergeschoss des Wohnhauses. Er stürzte zehn Meter tief in den Hinterhof und erlag dort seinen Verletzungen. Gegen den Verdächtigten, der nach seiner Festnahme schwer verletzt ins Krankenhaus kam, wollten die Ermittler einen Haftbefehl beantragen.
Der 17-Jährige hatte noch kurz vor der Explosion bei der Polizei einen Notruf abgesetzt. „Er hat die 110 gewählt und gesagt, er fühle sich bedroht, da wolle jemand in seine Wohnung rein“, sagte Willwacher. Schon zwei Minuten später kam es zu dem tödlichen Drama. Die Mordkommission sucht nach Zeugen.
Der 52-Jährige gab laut Staatsanwaltschaft noch vor dem brennenden Haus zu, dass er an der Tat beteiligt gewesen sei. Der Mann ist der Polizei bereits bekannt, weil er zweimal gewalttätig gegen seine Tochter geworden war. Auch den 17-Jährigen hatte er schon bedroht. Wegen schwerer Brandverletzungen war sein Zustand ernst, aber nicht lebensgefährlich. Er wurde ins künstliche Koma versetzt.
Zwei weitere Menschen im Alter von 22 und 53 Jahren wurden nach Angaben der Feuerwehr leicht verletzt - einer von ihnen beim Sprung aus einem Fenster der ersten Etage. Einen anderen Bewohner konnten die Einsatzkräfte leicht verletzt über eine Drehleiter aus dem brennenden Dachgeschoss retten.
Ein Feuerwehrsprecher erklärte, das Dachgeschoss sei nicht mehr bewohnbar. Die Wohnung des Todesopfers brannte völlig aus. In den darunter liegenden Etagen könnten die Wohn- und Geschäftsräume aber weiter genutzt werden.
dpa



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