
Einer der drei Marines hatte zugegeben, auf die Leiche eines Taliban-Kämpfers uriniert zu haben. Ein zweiter hatte sich schuldig bekannt, ein Video gemacht zu haben, das international für Empörung gesorgt hatte. Ein dritter hatte gestanden, den Vorfall nicht gemeldet zu haben.
US-Verteidigungsminister Leon Panetta und der afghanische Präsident Hamid Karsai hatten die Handlung der Marines scharf verurteilt. Worin die Disziplinarstrafe besteht, wurde nicht mitgeteilt.
Disziplinarstrafen können Degradierungen, zusätzliche Dienste oder Einbehaltung des Solds beinhalten. Außerdem könnten sie auch zukünftige Beförderungen verhindern.
Beobachter fürchteten, dass die Strafen in Afghanistan als zu milde aufgenommen werden und neue Unruhen auslösen könnten. Das Büro von Karsai wollte die Entscheidung prüfen und sich am Dienstag dazu äußern, sagte Präsidentensprecher Aimal Faisi.
Keine böswillige Missachtung des Korans
Die Untersuchung der Koranverbrennung in der US-Luftwaffenbasis Bagram habe ergeben, dass keine böswillige Missachtung des Korans oder eine Diffamierung des Islam vorgelegen habe.
Der den Vorfall untersuchende General kam nach Angaben des Pressedienstes der US-Streitkräfte zu dem Schluss, dass fehlende Kommunikation, schlechte Führung und falsche Entscheidungen die Ursachen waren.
Es sei der einfache Weg gewählt worden anstelle des richtigen Weges zum Umgang mit dem Problem. Disziplinarstrafen können unter anderem Degradierungen, zusätzliche Dienste oder Soldkürzungen beinhalten.
dpa/dapd/mcz



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