Nach kaum ertragbaren Ereignissen in Griechenland, vermehren sich auch in Spanien und Italien die radikalen Maßnahmen notleidender Bürger. In den Mainstream-Medien ist kaum was darüber zu finden.

Nachdem in Spanien einzelne Bürgermeister Lebensmittel in Supermärkten “enteigneten”, um diese notleidenden Familien zu überlassen, wird das Vorgehen nun aussagekräftiger. In Andalusien besetzten am Montag Gewerkschafter eine Filiale der Sparkassenkette La Caixa. Noch darf diese Besetzung symbolisch gedeutet werden. Trotzdem der Filialleiter von einer Anzeige absah, wurden nach einer gewaltsamen Räumung 11 Aktivisten festgenommen. Neben den ständigen Massenprotesten in ganz Spanien formierte sich in Andalusien die Gruppe “Andalusien steht auf!”, die medienwirksam auf die Not in Spanien aufmerksam macht.

Die drastischen Sparmaßnahmen, die in diesen Ländern beschlossen worden sind, wird nicht dazu führen, dass diese Art Nachrichten seltener werden. Zu befürchten ist das Gegenteil. Die Politik dient nicht mehr den nationalen Interessen, nicht der eigenen Bevölkerung, sondern nur noch der Finanzolligarchie. Der Druck von unten wird jedoch weiter wachsen.

Bei uns in Deutschland sind diese Konflikte auf den ersten Blick nicht zu sehen. Wenn jedoch der Schutzwall der Deutschen, das Grundgesetz, von den Politikern nicht nur - wie es derzeit laufend geschieht - in Frage gestellt wird, sondern innerhalb einer Volksabstimmung durch eine neue Verfassung ersetzt wird, dann wird es auch hier sehr schnell zu sozialen Verwerfungen kommen.

In Italien brodelt es ebenfalls: Seit Sonntag besetzen 350 Arbeiter eine Kohlenmine auf Sardinien und drohen diese zu sprengen, falls die noch einzig erhaltene Kohlenmine geschlossen werden soll.