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© dapdWohnhaus in Kastel-Staat in Rheinland-Pfalz: Waffen in der angrenzenden Garage gelagert
Beamte des Landeskriminalamts haben in Rheinland-Pfalz eine illegale Sprengstoff- und Waffensammlung gesprengt. Der Zoll hatte das Arsenal in der Garage eines jungen Mannes gefunden. Rund 40 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

Kastel-Staadt - Fünf bis zehn Kilogramm Sprengstoff, zwei Panzerminen, 70 Schuss Leuchtspurmunition und mehrere leere Handgranaten aus dem Zweiten Weltkrieg: Experten des Landeskriminalamts haben ein illegales Waffen- und Sprengstofflager in Rheinland-Pfalz gesprengt. Beamte des Zollfahndungsamts Frankfurt haben das Arsenal am Morgen in der Garage eines 25-jährigen Mannes in Kastel-Staadt gefunden.

Wenige Stunden später wurde das Lager gesprengt. Dafür mussten laut Polizei 20 Häuser in dem 400-Einwohner-Dorf evakuiert werden. Das explosive Material wurde mit einem ferngesteuerten Roboter in eine Bauschuttdeponie gezogen und dort gesprengt. Insgesamt 60 Einsatzkräfte der örtlichen Polizei, der Bereitschaftspolizei, des Zolls, des Landeskriminalamtes, der Feuerwehr und des Roten Kreuzes waren im Einsatz.

Der Besitzer des Waffenarsenals wird nun verdächtigt, gegen das Waffen-, das Kriegswaffenkontroll- und das Sprengstoffgesetz verstoßen zu haben. Der Fall erinnert an den unter dem Namen "Pulver-Kurt" bekannt gewordenen Rentner, ebenfalls aus Rheinland-Pfalz. Der 64-Jährige hatte in einer Scheune eine der größten illegalen Sprengstoff- und Waffensammlungen in Deutschland gehortet. Er wurde zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.

fhu/dapd/dpa