
«Die grosse Mehrheit der Einbrüche geht derzeit auf das Konto sogenannter Kriminaltouristen», sagt Bernhard Graser von der Kantonspolizei Aargau. Dabei gehen die in Banden organisierten Einbrecher gezielt vor: Sie kommen und verschwinden über die Autobahn. Besonders betroffen sind Wohnquartiere entlang der A1, A2 und A3. «Die Kriminaltouristen wählen bewusst Dörfer und Städte, wo sie schnell wieder weg sind», sagt Graser. So komme es vor, dass die Banden ihre Autos auf einer Raststätte abstellen und zu Fuss auf Diebestour in die umliegenden Gemeinden gingen.
45 Prozent Zunahme in Basel
Gemäss Bundesamt für Statistik wurden 2011 52 735 Einbrüche begangen. 19410-mal wurde in Mehrfamilienhäuser eingebrochen - das beliebteste Ziel der Kriminellen. An zweiter Stelle steht das Einfamilienhaus mit 9075 Fällen. Die Aufklärungsrate liegt bei 11,5 Prozent, denn die Banden sehr mobil. Sie können heute im Aargau einbrechen und morgen bereits in der Ostschweiz wieder zuschlagen. «Zudem sind die Täter Tag und Nacht am Werk», sagt Graser.
Am stärksten betroffen von der Zunahme ist Baselstadt. Seit Jahresbeginn verzeichnet man dort eine Zunahme von 45 Prozent. In den Monaten Juli und August verzeichnete man in der Stadt gar 60 Prozent mehr Fälle als im Vorjahr. Auch der Kanton Solothurn und Aargau werden übermässig oft von Einbrechern heimgesucht.
(ann)



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