Frankreichs Regierung arbeitet im Rahmen ihrer Pläne, gleichgeschlechtliche »Ehen« zu legalisieren und traditionellen Ehepaaren und gleichgeschlechtlichen Partnern gleiche Adoptionsrechte einzuräumen, an einem Gesetzesentwurf, der die Verwendung der Begriffe »Vater« und »Mutter« in Rechtsdokumenten verbieten soll. Entsprechend diesem Vorstoß, der unter anderem auch maßgeblich vom französischen Staatspräsidenten François Hollande unterstützt wird, soll der Begriff »Eltern« in Zukunft die Begriffe »Vater« und »Mutter« in der offiziellen, völlig einheitlichen Hochzeitszeremonie ersetzen, die für traditionelle und gleichgeschlechtliche Hochzeiten gleichermaßen vorgesehen ist.
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Einem Bericht des britischen "Christian Institute" zufolge wird derzeit ein Gesetzesentwurf vorbereitet, der dann dem Kabinett Hollandes vorgelegt werden soll, um bereits in diesem Monat beschlossen zu werden. In diesem Entwurf wird eine Ehe als »Vereinigung zweier Menschen unterschiedlichen oder gleichen Geschlechts« definiert.

Die französische katholische Kirche hat bereits ihre Ablehnung der gleichgeschlechtlichen »Ehe« deutlich gemacht. Kardinal Philippe Barbarin warnte vor schrecklichen Folgen, die sich aus einem solchen Schritt ergäben. »Homosexuelle Ehen würden einen völligen Zusammenbruch der Gesellschaft einläuten«, erklärte Barbarin im Radiosender "Radio Free Christianity". »Dies würde zahllose Konsequenzen nach sich ziehen. Als nächstes will man dann vielleicht Ehepaare mit drei oder vier Personen erlauben. Und danach wird womöglich auch eines Tages das Tabu Inzest fallen.«

Die katholische Kirche Frankreichs hat ein Gebet veröffentlicht, in dem Ermahnung enthalten ist: »Kinder sollten nicht unter den Wünschen, Begierden und Konflikten der Erwachsenen zu leiden haben, damit sie der ungeteilten Liebe ihrer Mutter und ihres Vaters teilhaftig werden können.«

Darüber hinaus lud Papst Benedikt 30 französische Bischöfe zum Gespräch nach Italien ein, um sie im Kampf der katholischen Kirche zum Schutz der Ehe zu ermutigen. Dort sagte er den Prälaten: »Wir stehen hier vor einer großen Herausforderung, der wir uns stellen müssen.«

Die französische Justizministerin Christiane Taubira gehört zu den Befürwortern einer völligen Gleichstellung gleichgeschlechtlicher und traditioneller Ehen. Sie argumentierte: »Wer will behaupten, ein heterosexuelles Ehepaar könne ein Kind besser als ein homosexuelles Ehepaar erziehen, oder dass sie die besten Bedingungen für die Entwicklung des Kindes ermöglichen?« Taubira behauptet weiter, »sicher ist nur, dass das Kindeswohl einen sehr großen Stellenwert für die Regierung besitzt«.

Der französische Bischof Dominique Rey hat die Regierung aufgefordert, die Bevölkerung selbst in einem Volksentscheid darüber entscheiden zu lassen, wie eine Ehe künftig definiert sein soll. »Ein Volksentscheid muss abgehalten werden, damit eine wirkliche [gesellschaftliche] Diskussion möglich wird und sichergestellt ist, dass die Regierung nicht nach der Pfeife der Lobbyisten tanzt«, sagte er. »Eine Mehrheit der Bevölkerung unterstützt die traditionelle Sichtweise der Ehe.«