Berlin - Die seit mehreren Wochen am Brandenburger Tor demonstrierenden Flüchtlinge haben ihren Protest offenbar ausgesetzt. Die Demonstration gegen die deutsche Asylpolitik sei jedoch nicht beendet, sondern werde lediglich an andere Orte verlagert, sagten Aktivisten am Sonntag in Berlin.
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© dpaAm Samstagnachmittag haben Flüchtlinge und Sympathisanten eine ehemalige Schule in Kreuzberg als mögliches Winterquartier besetzt.
Die demonstrierenden Flüchtlinge vom Brandenburger Tor und Oranienplatz haben in Berlin-Kreuzberg eine leerstehende Schule besetzt. Rund 100 Personen hätten am Samstag zwei Gebäude belegt, teilten die Flüchtlinge mit. Damit wollten sie sich bei den kalten Temperaturen eine Unterkunftsmöglichkeit verschaffen.

Der Bezirksbürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg, Franz Schulz (Grüne), will nach eigenen Angaben die Besetzung zunächst bis Dienstag dulden. Dann solle in einer Bezirksamtssitzung weiter entschieden werden, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. „Die Kälte hat zugenommen und die Situation ist für die Flüchtlinge immer härter geworden.“ Die Polizei wollte am Samstag Kontakt zum Besitzer des ehemaligen Schulgebäudes aufnehmen.

Die Aktivisten behielten sich vor, jederzeit an den Pariser Platz zurückzukehren.

Mit der Aktion wollen die Asylbewerber und Unterstützer unter anderem für die Abschaffung der sogenannten Residenzpflicht und gegen Abschiebungen demonstrieren. Die Flüchtlinge hatten seit Oktober mit einem Camp am Brandenburger Tor und am Oranienplatz in Kreuzberg gegen die deutsche Asylpolitik protestiert.

(dpa/dapd)