Einladung zu Krisentreffen am Mittwochabend
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Der ägyptische Verteidigungsminister und Armeechef Abdel Fattah al-Sissi hat die Gegner und Anhänger von Präsident Mohammed Mursi zum Dialog aufgerufen. Sissi habe die verschiedenen Strömungen der Gesellschaft zur Überwindung der Krise zu einem Treffen am Mittwochabend eingeladen, meldete die Nachrichtenagentur Mena. Währenddessen hielten in der Hauptstadt Kairo Oppositionelle und Anhänger des Präsidenten Kundgebungen ab.

Die Proteste der Mursi-Gegner richten sich insbesondere gegen eine für Samstag geplante Volksabstimmung über einen islamistisch geprägten Verfassungsentwurf. Ägyptische Zeitungen warnten vor neuen blutigen Protesten wie am vergangenen Mittwoch. Mursi hatte am Samstag ein umstrittenes Dekret außer Kraft gesetzt, mit dem er sich Sondervollmachten gegeben hatte. Dies ging der Opposition jedoch nicht weit genug.

Hunderte Gegner des ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi durchbrachen am Nachmittag eine Absperrung zum Präsidentenpalast in der ägyptischen Hauptstadt, wie AFP-Korrespondenten berichteten. Gewaltsame Auseinandersetzungen mit den zum Schutz des Palastes abgestellten Soldaten gab es dabei zunächst nicht.

Die Demonstranten nahmen eine Metallabsperrung auseinander und rissen mit Ketten Betonblöcke aus einer Mauer, die von der Armee zum Schutz des Palastes errichtet worden war. Die Soldaten zogen sich darauf näher zum Palast hin zurück, der durch eine weitere hohe Mauer geschützt ist. Um die Anlage waren auch sechs Panzer stationiert. Mursi hatte die Armee am Montag per Dekret mit Polizeibefugnissen ausgestattet. Sie darf nun Zivilisten festnehmen und soll die Polizei unterstützen.

Auch die islamistischen Muslimbrüder, aus deren Reihen Mursi stammt, hatten in der ägyptischen Hauptstadt eine Großkundgebung angekündigt.

afp