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So, 05 Dez 2021
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Dollar

Abzocke: Energiesparlampen werden um bis zu 25 Prozent teurer

Hamburg - Mit dem von der EU verordneten Verkaufsverbot von 60-Watt-Glühlampen ab dem 1. September erhöhen die Hersteller von Energiesparlampen die Preise. Osram habe die Preise für Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen im Schnitt um 20 bis 25 Prozent angehoben, sagte Vorstand Martin Goetzeler der Financial Times Deutschland. Der niederländische Weltmarktführer Philips zieht laut Zeitung am 1. Oktober nach.

Osram begründet die "außerordentliche Preiserhöhung" mit dem Preisanstieg für seltene Erden. Die zunehmende globale Knappheit dieser Materialien habe zu einer Kostenexplosion geführt, zitierte die "FTD" aus einem Brief der Siemens-Tochter an ihre Kunden. Bei der Herstellung von Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen werden demnach die seltenen Metalle Europium, Terbium und Yttrium eingesetzt.

Derzeit liefert China mehr als 95 Prozent der seltenen Erden für den Weltmarkt. Die Volksrepublik hat die Ausfuhr seltener Erden zuletzt aber eingeschränkt und mehrere Minen unter staatliche Kontrolle gebracht. Die Preise für die begehrten Rohstoffe sind allein im vergangenen Jahr um 130 Prozent gestiegen. Westliche Industrieländer wie Deutschland, die USA und Japan werfen China vor, das Angebot künstlich zu verknappen.

Attention

Autofahrer zahlen E10-Strafgeld

Mineralölindustrie kassiert bereits seit dem Frühjahr ab

Industrieverband nennt einen Aufschlag von zwei bis drei Cent pro Liter

Die deutsche Mineralölindustrie kassiert bereits seit dem Frühjahr bei den Autofahrern Millionenbeträge für befürchtete Strafgelder wegen der gefloppten Einführung des Biosprits E10 ab. Entsprechende Vermutungen hat die Mineralölwirtschaft jetzt bestätigt. "Durch jeden Liter herkömmlichen Superbenzins E5, der bei uns getankt wird, entsteht eine Fehlmenge, die es uns unmöglich macht, die geforderte Biokraftstoffquote zu erreichen", sagte Karin Retzlaff, Sprecherin des Mineralölverbandes MWV, dem Tagesspiegel. Daher würden die beteiligten Unternehmen "rund zwei bis drei Cent" auf jeden verkauften Liter Superbenzin E5 aufschlagen.
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© dpa

Die Ölbranche muss 6,25 Prozent des verkauften Kraftstoffes - gemessen am Energiegehalt - aus pflanzlicher Produktion gewinnen. Gelingt das nicht, drohen hohe Strafzahlungen an den Bund. Das Problem: Die Industrie bietet mit Super E10 zwar biohaltiges Benzin an, aber die Kunden kaufen es nicht, obwohl es billiger als klassisches Super ist. Die genaue Abrechnung über die verkauften Mengen legt der Zoll frühestens im Frühjahr 2012 vor. Erst dann ist klar, in welcher Höhe genau eine Strafe fällig wird. Aral-Chef Uwe Franke hatte eine Summe von 300 bis 400 Millionen Euro für die ganze Branche genannt.

Stormtrooper

Laut Menschenrechtlern Tote bei neuer Gewalt in Syrien

Nikosia - Beim Vorgehen der syrischen Sicherheitskräfte gegen regierungskritische Demonstranten am ersten Tag der Feierlichkeiten zum Ende des Fastenmonats Ramadan sind nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten mindestens sieben Menschen getötet worden. Es habe in mehreren Städten des Landes Proteste gegeben, erklärten die örtlichen Koordinierungskomitees der Proteste. Sicherheitskräfte hätten in El Harra nahe der Protesthochburg Daraa vier Menschen getötet, zwei weitere im ebenfalls in der Provinz Daraa gelegenen Inchil und einen in der zentralsyrischen Stadt Homs.
karikatur, Ali Fersat
© Ali Fersat

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, in El Harra seien drei Menschen getötet und neun weitere verletzt worden, als Sicherheitskräfte das Feuer auf die Teilnehmer einer "riesigen Demonstration" eröffnet hätten. Die Demonstranten hatten sich demnach nach den ersten Gebeten des Festes des Fastenbrechens, Eid el Fitr, versammelt.

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton verurteilte "die brutale Repression" von Demonstranten und Regierungskritikern in Syrien scharf. "Alle diese Angriffe und die weit verbreitete Unterdrückung müssen unverzüglich enden, festgenommene Demonstranten müssen freigelassen und der Weg zur Erfüllung der berechtigten Hoffnungen der syrischen Bevölkerung frei gemacht werden", erklärte Ashton in Brüssel. Sie bekräftigte ihre "unmissverständliche Verurteilung" des Vorgehens der syrischen Regierung gegen die Oppositionsbewegung.

Heart - Black

Menschenversuche durch US-Mediziner: Syphilis-"Studie" forderte mehr als 80 Tote

Bei Menschenversuchen von US-Medizinern in Guatemala sind in den 40er Jahren mindestens 83 Menschen getötet worden. Die Risiken waren den Forschern bewusst.
Guatemalas Präsident Alvaro Colom
© Keystone/Guatemala Presidency / Handout
Guatemalas Präsident Alvaro Colom beim Gespräch mit Barack Obama im letzten Oktober.

Von einem «dunklen Kapitel in unserer Geschichte» sprach Amy Gutmann, die Vorsitzende einer von US-Präsident Barack Obama eingesetzten Untersuchungskommission am Montag in Washington. Rund 5500 Testpersonen seien den Experimenten in Guatemala ausgesetzt gewesen, hiess es bei der Vorstellung vorläufiger Untersuchungsergebnisse. Die Forscher hätten 1300 von ihnen ohne deren Wissen mit den ansteckenden Geschlechtskrankheiten Tripper oder Syphilis infiziert. Medizinisch behandelt wurden allerdings nur etwa 700.

Die Menschenversuche hatten in den Jahren 1946 bis 1948 stattgefunden. Der US-Forscher John Cutler und sein Team wollten herausfinden, ob Tripper oder Syphilis mit dem damals neuen Wirkstoff Penicillin behandelt werden könnten. Zunächst infizierten die Mediziner Prostituierte, dann ermunterten sie die Frauen zu ungeschütztem Sex mit Soldaten oder Gefängnisinsassen. Weil sich nur wenige Männer ansteckten, infizierten die Ärzte schliesslich Soldaten, Häftlinge sowie psychisch Kranke direkt mit den Krankheitserregern.

Cult

Israel wappnet sich gegen Terror

Tel Aviv - Die blutige Messerattacke eines jungen Palästinensers hat in Tel Aviv die Terrorangst geschürt. Der ungefähr 20-jährige Täter, der aus Nablus im Westjordanland stammen soll, hatte in der Nacht zum Montag zunächst einen Taxifahrer bedroht und dessen Wagen gestohlen. Mit dem Auto nahm er Kurs auf einen vielbesuchten Club im Süden der Stadt. Kurz vor dem Eingang zum Haoman 17 raste er jedoch in eine routinemäßig aufgestellte Polizeisperre und verletzte zwei Menschen. Er stieg aus und stach dann mit einem Messer wahllos auf Polizisten und private Wachleute ein. Sechs weitere Menschen wurden dabei verletzt, mindestens einer davon schwer, bevor der Angreifer überwältigt werden konnte.

Stormtrooper

Propaganda-Alarm: Drohne tötet Nummer 2

Die wichtigen Nachrichten im Kampf gegen al Kaida häufen sich. Mithilfe einer ferngesteuerten Drohne konnte die USA die Nummer 2 des Terror-Netzwerkes ausschalten.
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© U.S. State Department/EPA
Fahndungsbilder von Atijah Abd al Rahman. Am 22. August soll die Nummer 2 von Al Kaida getötet worden sein

Die USA haben nach eigenen Angaben einen der wichtigsten Drahtzieher an der Spitze des Islamistennetzes al Kaida getötet. Der in Libyen geborene Atijah Abd al Rahman sei in der pakistanischen Region Waziristan mit Hilfe eines ferngesteuerten Flugzeugs, einer Drohne, getötet worden, teilte ein ranghoher Regierungsvertreter am Samstag in Washington mit. Der Militäreinsatz habe bereits am 22. August stattgefunden. Rahman soll nach Aiman al Sawahiri die Nummer zwei in der Hierarchie der al Kaida sein. Der in Ägypten geborene Chirurg Sawahiri übernahm die Führung der Organisation nach dem Tod von Osama bin Laden, den US-Elitesoldaten im Mai in seinem Haus in Pakistan erschossen hatten.

Der neue US-Verteidigungsminister Leon Panetta hatte vor kurzem gesagt, dass ein strategischer Sieg über al Kaida in greifbare Nähe gerückt sei. Die USA müssten noch bis zu 20 Führungsmitglieder der Extremistenorganisation töten oder gefangen nehmen.


Kommentar: Und dann gibt es endlich Frieden, weltweit?


Bulb

Bevormundung: Aus für 60-Watt-Glühbirnen am 1. September

Innerhalb der EU dürfen 60-Watt-Birnen weder hergestellt noch importiert werden. Die Lagerbestände dürfen jedoch noch verkauft werden.

Das von der EU verfügte Aus für Glühbirnen geht am 1. September in die nächste Runde: Ab diesem Datum dürfen auch 60-Watt-Birnen innerhalb der Union weder hergestellt noch importiert werden. Die Lagerbestände dürfen jedoch noch verkauft werden.
Glühbirne
© APA (HERBERT PFARRHOFER)

Laut Stufenplan der EU wurden die 100-Watt-Birnen bereits im September 2009 verboten, im darauffolgenden Jahr kam das Aus für die 75-Watt-Birnen. Der letzte Schritt steht dann für den September 2012 auf dem Programm und wird alle übrigen Glühbirnen treffen, so der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie. Sonderregelungen nach Energieeffizienzklassen gibt es für Halogenlampen.

Kommentar: Lesen Sie auch den folgenden Artikel:
Energiesparlampen sind giftig: EU-Politiker wollen Birne zurück


Light Sabers

Energiesparlampen sind giftig: EU-Politiker wollen Birne zurück

Energiesparlampen sind giftig, wenn sie zu Bruch gehen - das stellt eine Untersuchung des Umweltbundesamtes fest. Deshalb fordern führende EU-Abgeordnete nun die Absetzung des Verbotes der herkömmlichen Glühbirne. Die Gesundheit der Verbraucher müsse oberste Priorität haben.
energiesparlampe
© picture alliance / dpa

Führende Abgeordnete des EU-Parlaments wollen das Verbot von herkömmlichen Glühbirnen in Europa zu Fall bringen. "Ich werde alles tun, um das Glühbirnenverbot in der EU doch noch zu kippen", sagte der Vorsitzende des Industrie-Ausschusses, Herbert Reul, der "Welt". Der CDU-Politiker forderte die EU-Kommission auf, das Glühbirnenverbot "unverzüglich" außer Kraft zu setzen. Brüssel müsse überprüfen, ob die als Alternative zur Glühbirne vorgesehene Energiesparlampe aufgrund der nachgewiesenen Gesundheitsgefahren überhaupt noch vertrieben werden dürfe. Das Umweltbundesamt hatte Anfang Dezember vor Gefahren durch das in Energiesparlampen verwandte Quecksilber gewarnt.

Die Produktsicherheit und die Gesundheit der Verbraucher müssten oberste Priorität haben, forderte Reul. Der Ausschussvorsitzende warf der Brüsseler Gesetzesbehörde vor, dass sie mit dem Glühbirnenverbot "getrieben vom Klimaschutzwahn Symbolpolitik betrieben hat, die weder dem Klimaschutz noch der Gesundheit der Menschen dient".

Black Cat

Werden wir von Psychopathen regiert?

Die USA haben eine Staatspleite zwar noch einmal aufschieben können, doch die Probleme bestehen weiterhin. Gestern meldete Central Falls, eine Kleinstadt in Rhode Island, Konkurs an. Dies war damit bereits die 5. Stadt der USA, welche aufgrund von Pensionsverbindlichkeiten, Pleite ging. Auch die kommenden Pensionsverbindlichkeiten der gesamten USA übersteigen die möglichen Einnahmen und die Wirtschaftskraft bei Weitem. Darum frisst sich die unweigerlich folgende Pleite aller Pensionskassen, wie ein Krebsgeschwür durch die Bilanzen der Vereinigten Staaten.

Obwohl man jedem Kleinkind derartige ökonomische Realitäten vermitteln kann, scheitern unsere Politiker und ein Großteil der wirtschaftlichen Elite unseres Landes, einschließlich der Konzernbosse, bereits bei dem Versuch darüber nachzudenken, geschweige denn einen Ausweg aus der Misere zu finden.

Kommentar: Sott.net empfhielt die folgende Artikelserie und Artikel zum Thema Psychopathie:

Der Psychopath - Teil 1: Die Maske der Vernunft
Das 1x1 der Ponerologie: Lobaczewski und die Wurzeln der Politischen Ponerologie

Und in diesem Zusammenhang, dass Buch von Andrzej M. Lobaczewski: Politische Ponerologie - Eine Wissenschaft über das Wesen des Bösen und ihre Anwendung für politische Zwecke

link
© SOTT
Politische Ponerologie: Eine Wissenschaft über das Wesen des Bösen und ihre Anwendung für politische Zwecke



Heart - Black

Fall Strauss-Khan: Das Recht siegt, die Justiz hat verloren

Strauss-Kahn ist frei - und erledigt.

Sieger gibt es nicht in der atemberaubenden juristischen Saga Strauss-Kahn. Die Vergewaltigungsanklage gegen den ehemaligen Chef des Internationalen Währungsfonds ist fallen gelassen, er kann gehen, wohin er will. Aber seine Karriere liegt in Trümmern, seine Aussichten, französischer Präsident zu werden, sind dahin, sein bürgerliches Ansehen ist ruiniert. Für alle Welt ist er fortan das Tier in Männergestalt, dessen Ejakulat ein wildfremdes Zimmermädchen, zehn Minuten nachdem es ihm das erste Mal begegnet ist, auf den Teppich des Hotelzimmers spuckt. Was immer da passiert ist - ein Verbrechen, eine Intrige, einvernehmlicher Sex unter Fremden - , DSK ist vor aller Welt erledigt. Als Bankier. Als Politiker.

Nicht besser steht es um das Zimmermädchen, Nafissatou Diallo. Sie, die von den New Yorker Anklägern anfangs als Opfer präsentiert wurde, an dessen Glaubwürdigkeit kein Zweifel bestehe, wird nun von denselben Staatsanwälten als notorische Lügnerin bezeichnet. Auch ihr Ruf ist zerstört, und die spektakuläre Anklage, die wesentlich auf der Glaubwürdigkeit der Zeugin beruhte, ist kollabiert. Das heißt nicht zwingend, dass sie nicht vergewaltigt wurde. Ob sie tatsächlich Opfer einer sexuellen Attacke gewesen ist oder nicht, ob Strauss-Kahn womöglich in eine Falle getappt ist, all das wird sich vermutlich nie beweisen lassen.