PuppenspielerS


Pistol

Israels Morden: „Gerechter unter den Völkern“ gibt Auszeichnung zurück

palästina flagge trümmer krieg
© dpa/Mohammed SaberZerstörung im Gaza-Streifen.
Der 91-jährige Niederländer Henk Zanoli gibt seine Auszeichnung als „Gerechter unter den Völkern“ zurück, weil sechs seiner Familienmitglieder bei einem israelischen Angriff im Gazastreifen getötet worden seien.

Die israelische Nachrichtenseite Haaretz veröffentlichte einen entsprechenden Brief Zanolis. Dessen Familie hatte während des Zweiten Weltkriegs ein jüdisches Kind versteckt, um es vor den Nazis zu retten.

Vor diesem Hintergrund sei es „besonders schockierend und tragisch“, dass seine Familie nun mit Mord konfrontiert sei. „Mord ausgeführt vom Staat Israel“, schreibt Zanoli. Die Auszeichnung zu behalten würde das Andenken seiner Mutter beschämen, die ihr Leben riskiert habe, um anderes Leben zu erhalten. Henk Zanoli und seine Mutter hatten die Auszeichnung im Juni 2011 von der Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem verliehen bekommen.

Pistol

Israel bricht Waffenruhe

Angeblich israelischem Beschuss in Khan Younis - Verhandlungen am Sonntag in Kairo

Gaza - Das palästinensische Innenministerium hat Israel am Freitag einen Bruch der Waffenruhe vorgeworfen. Israelische Truppen sollen auf Häuser im Osten der Stadt Khan Younis geschossen haben. "Wir haben keine Kenntnis von einem solchen Zwischenfall," sagte hingegen eine israelische Militärsprecherin.

Airplane Paper

Außenminister Steinmeier hat erneut Flugzeugpanne und reist per Anhalter - Symbolisch?

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) ist nach dem EU-Außenministertreffen in Brüssel erneut mit einer Flugzeugpanne liegengeblieben. Weil sich die Landeklappen nicht öffnen ließen, konnte seine Regierungsmaschine nicht starten. Doch in der Not ereilte ihn nachbarschaftliche Hilfe.

Frank-Walter Steinmeier
© Reuters/Osman OrsalSteinmeier überhört das Universum, er sollte mit seiner Politik und seinen Ansichten nicht durch die Welt reisen.
Der tschechische Außenminister Lubomir Zaorálek half aus, nahm ihn und einen Teil seiner Delegation mit nach Berlin und machte dafür einen Abstecher auf seinem Weg nach Prag.

"Das ist gelebte europäische Freundschaft und gute Nachbarschaft", bedankte sich Steinmeier. Noch am Abend wollte er von Berlin aus mit einer anderen Maschine in den Irak weiterfliegen.

Kommentar: Vielleicht möchte das Universum dem Außenminister etwas mitteilen?

Gut gebrüllt, Herr Steinmeier! Doch wir durchschauen Sie


Bullseye

Umwälzung der globalen Nahrungskette? Russland zeigt Intelligenz im Umgang mit US-Sanktionen

Finanzkrieg und Sanktionen, die Washington und europäische NATO-Länder seit einigen Wochen gegen Russland führen und verhängen, könnten eine durchgreifende Umwälzung in der globalen Nahrungskette auslösen und der globalisierten »Agrobusiness-Revolution«, die seit 50 Jahren Ernährung und Gesundheit eines Gutteils der Weltbevölkerung bedroht, eine Niederlage bereiten. Alles hängt jetzt davon ab, wie gut die russische Führung die Chance nutzt, Feindseligkeit in Chance umzuwandeln.
Markt Russland
© Pavel L Photo and Video/Shutterstock
Russlands Präsident Wladimir Putin und Ministerpräsident Dmitri Medwedew hatten angesichts der Sanktionen im Bereich Finanzen, Energie und Rüstung, die aufgrund der Krise in der Ukraine verhängt wurden - wegen welcher Verbrechen genau, weiß inzwischen keiner mehr so genau zu sagen - zunächst viel Geduld bewiesen. Doch jetzt kommt von russischer Seite eine entschiedene Antwort.

Am 6. August unterzeichnete Wladimir Putin einen Erlass, mit dem der Import landwirtschaftlicher Güter und Lebensmittel aus sechs Ländern, die Sanktionen gegen Russland verhängt haben, untersagt wird. Moskau verbietet für ein Jahr den Import von Rindfleisch, Schweinefleisch, Geflügel und Milchprodukten sowie Obst und Gemüse aus den USA, der Europäischen Union, Kanada, Australien und Norwegen. Basta! Erledigt. Die Grenzen zwischen Russland, Belarus und Kasachstan werden für Lebensmittelimporte aus der EU geschlossen, Waggons werden voll beladen wieder zurückgeschickt.

Question

Propaganda? Ukrainischer Militärsprecher: Wir haben einen russischen Konvoi angegriffen und teilweise zerstört

Ukrainische Truppen haben nach Militärangaben eine russische Fahrzeugkolonne auf ukrainischem Boden angegriffen. Teile des Militärkonvois seien zerstört worden, sagte Präsident Poroschenko. Moskau dementiert die Berichte.

Kiew - Eskalation in der Ostukraine: Nachdem dort eine russische Militärkolonne die Grenze durchbrochen hat, meldet die ukrainische Armee nun, die meisten Fahrzeuge der Kolonne seien zerstört worden. Das teilte das Büro des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko mit. Demnach erfolgte der Artillerieangriff auf die gepanzerten Truppentransporter und Militärlastwagen bereits in der Nacht zum Freitag.

Ein Teil des Konvois "existiert nicht mehr", bestätigte auch ein Militärsprecher. Auf der Internetseite des ukrainischen Präsidentenamtes hieß es, ein "bedeutender Teil" des Verbandes sei durch Artillerie zerstört worden. Dies habe Poroschenko auch dem britischen Premierminister David Cameron mitgeteilt.

Kommentar: Bei diesem Bericht könnte es sich um einen Angriff unter falscher Flagge handeln, um weitere negative Vorgehen und Beschuldigungen gegen Russland zu rechtfertigen.

Wladimir Putin zeigt wahre Stärke, Mut, Gewissen und Mitgefühl


Stormtrooper

USA: Die Militarisierung der Polizei

star wars troopers
© unbekanntImperial Storm Troopers aus "Star Wars". Die heutige Realität in den USA ist leider nicht so unterhaltsam.
Ausrüstung und Art und Weise, wie die Polizei in Ferguson, Missouri auf Unruhen infolge des Todes eines jungen Schwarzen durch einen Polizisten reagiert, alarmieren Bürgerrechtler

Seit Sonntag hat die Polizei in Ferguson, Missouri, 50 Personen festgenommen; sie fährt schweres Gerät auf, arbeitet mit Tränengas und Gummigeschossen, um mit Shock & Awe gegen Demonstrationen vorzugehen, deren Auslöser tödliche Polizeigewalt gegen einen jungen Schwarzen war, in einem Vorort, dessen Bewohner, mehrheitlich schwarz, sich seit längerem über Polizeiübergriffe gegen Schwarze beschweren. An Beispielen für rohe, willkürliche Auslegungen des Gesetzes seitens der Polizei mangelt es nicht, sie gehören, wie auch aktuelle Berichte zeigen, zum Alltag schwarzer Bewohner des Vorortes von St. Louis. Nun konnten auch Journalisten am eigenen Leib feststellen, wie die Polizei von Ferguson bei Festnahmen vorgeht.

Folgt man der Geschichte seiner Festnahme, die der Reporter der Washington Post erzählt, so fällt die Unsicherheit der Polizisten auf, die zur Überreaktion in einer eigentlich harmlosen Situation führte.

Bizarro Earth

Das Beste aus dem Web: Gute Politik braucht Ehrlichkeit und Vertrauen, keine Sanktionen

russland sanktionen
Russlands Immunität gegen Sanktionen
Was muss eigentlich noch passieren, ehe die Kontinentaleuropäer - allen voran die Deutschen - endlich aufwachen und sich nicht länger vor den Karren US-amerikanischer Machtpolitik spannen lassen? Um uns herum tobt und brodelt es an allen Ecken und Kanten: Ukraine - Russland, Israel - Palästina, Afghanistan, Syrien, Libyen, Irak... Zerbombte Städte, zerstörte Infrastruktur, Tausende Tote, Millionen Menschen auf der Flucht! Die Berichterstattung darüber in den meisten Medien ist einseitig, und es wird so getan, als sei das alles ganz weit weg. Im Übrigen - so wird dann willfährig kommentiert - sind da ja noch unsere starken Freunde in den USA und Groß Britannien, die schon dafür sorgen, dass uns nichts passiert. Von wegen!

All diese Brandherde liegen gefährlich nah vor unserer Haustür, und die anglo-amerikanische Allianz, die seit 100 Jahren ihr eigenes Süppchen kocht, missbraucht Europa als Prellbock, der den ganzen „Segen“ abbekommt, wenn etwas schief läuft. Was ist nicht schon alles schief gelaufen? - Und es ist noch lange kein Ende abzusehen, im Gegenteil, es wird noch viel schlimmer kommen.

Eye 1

Das Regime in Kiew betreibt Genozid gegen das eigene Volk

Kiew blockiert demonstrativ alle Möglichkeiten den Einwohnern des Südostens des Staates zu helfen, wo eine Strafoperation der ukrainischen Armee durchgeführt wird. Beobachter fixieren dort eine richtige humanitäre Katastrophe, die von Tag zu Tag größer wird. Die Hindernisse, auf die der humanitäre Konvoi, der aus 280 KAMAS-LKWs besteht, stößt, illustrieren besonders anschaulich die These über den Genozid, das die Kiewer Behörden gegen ihr eigenes Volk entfesselten.
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© RIA Novosti/Maksim Blinov
Der Vorsitzende der Menschenrechtsbewegung „Russischsprachige Ukraine“ Wadimi Kolesnitschenko sagte:
„Man kann die Schlussfolgerung ziehen, dass sie alles tun können, nur um ihren Chefs aus Washington zu gefallen und ihre 30 Silbergroschen für die Vernichtung der russischsprachigen Bevölkerung, der Orthodoxie, der Geschichte und der Ukraine selbst zu erhalten. Der Westen ist wie Schafe, die von dem Hammel zum Schlachthof geführt werden, blöken und verstehen, dass es dort nach Blut riecht und dass man sie vernichten wird. Deshalb will man keine Sanktionen verhängen, deshalb dreht man sich, deshalb versucht man etwas Deutliches zu finden. Aber man geht sowieso mit gesenktem Kopf, weil sie von dem Einfluss Washingtons und zweifellos von der Leitung des Nato-Hauptquartiers sehr stark abhängen. Die Europäer wollen von dem blutigen Gemetzel, der dort dauert, nichts wissen. Sie verschließen schamhaft die Augen und erwarten, dass alles von selbst zurückgehen wird wie eine Schwangerschaft im achten Monat.“

Kommentar: Ukraine nach dem westlichen Putsch: Die Rückkehr des Faschismus in Europa


Bad Guys

Ukraine: Konservative Schätzung der Zahl der Toten verdoppelt sich auf 2086, in nur zwei Wochen

Geschätzte 2086 Tote bei Kämpfen im Osten der Ukraine - für die Vereinten Nationen ist das ein "klar eskalierender Trend". Immerhin zeichnet sich im Streit um den russischen Hilfskonvoi für die Zivilbevölkerung von Lugansk eine Lösung ab. Kiew will den Transport unter bestimmten Bedingungen ins Land lassen.
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© dpa/epa/Maxim ShipenkovDie Menschen in der Ostukraine leiden unter den andauernden Kämpfen.
Die Zahl der Toten bei den Kämpfen in der Ukraine hat sich nach Angaben der Vereinten Nationen innerhalb von nur zwei Wochen auf mindestens 2086 verdoppelt. Das sei ein "klar eskalierender Trend" bei der Gewalt im Osten der Ukraine, sagte die Sprecherin des UN-Menschenrechtskommissars in Genf, Cecile Pouilly.

Bei der Angabe handele es sich zudem um vorsichtige Schätzungen. Bis zum 26. Juli seien in dem Konflikt 1129 Menschen getötet worden, bis zum 10. August sei diese Zahl auf 2086 gestiegen. 4953 seien seit Mitte April verwundet worden.

Briefcase

Russlands und Chinas Währungsabkommen schwächt US-Dollar

Russland und China haben ein Währungsabkommen abgestimmt, das ein Ende der Dollar-Hegemonie näher bringt, berichtet die Zeitung „Die Presse“.
Dollar
© Flickr.com/Thomas Hawk/cc-by-nc
Seit Richard Nixon 1971 die Dollar-Konvertabilität in Gold „vorübergehend“ suspendierte, verliert der Dollar an Boden, so die Zeitung. Ein Trend, der sich spätestens seit der Finanzkrise von 2008 merklich beschleunigt.

Schon seit der Einführung des Euro habe sich das Ende der vorteilhaften Stellung der USA abgezeichnet. Die europäische Gemeinschaftswährung mache inzwischen rund 25 Prozent der Währungsreserven aus - der Dollar steht bei 60 Prozent.