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Eye 1

Polizeistaat USA: 95-jährige muss bei Flughafenkontrolle Windeln ausziehen

Ergibt sich ein Verdacht, wird auf US-Flughäfen schärfer kontrolliert: So sind die Bestimmungen - auch wenn Passagiere 95 Jahre alt sind, im Rollstuhl sitzen und eine Erwachsenenwindel tragen müssen.

US-Sicherheitsbediensteten gehen die Anweisungen ihrer Transportation Security Administration (TSA) offenbar über alles - auch bei Inlandsflügen und auf Regionalflughäfen. Vergangenes Wochenende auf einem kleinen Flughafen im Nordwesten Floridas: Auf einen Verdacht hin unterzogen TSA-Beamte eine betagte Passagierin einer intensiven Körperuntersuchung. Die 95-Jährige musste dafür sogar ihre Inkontinenzwindel ablegen.

Seit Jahren leidet die alte Dame an Leukämie. Nach dem Flug in ihre Heimat Michigan wollte sie das letzte Stadium ihrer Krankheit im Kreise ihrer Familie durchleben. Aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes wurde sie in einem Rollstuhl zur Sicherheitskontrolle gefahren.

Pills

EHEC - Epidemie der Kunstfehler?

«Escherichia coli (E coli) sind nützliche Darmbakterien. Doch jetzt macht das Bakterium plötzlich als Ursache der sogenannten hämorrhagischen Kolitis und des hämolytisch-urämischen Syndrom - HUS mit mehreren Todesfällen Karriere. Aus dem Umfeld des städtischen Krankenhauses in Kiel, in dem kürzlich eine Frau nach der EHEC-Infektion verstarb, wurde mir zugetragen, dass diese Frau mit Antibiotika behandelt worden war. Das würde den rätselhaften Todesfall erklären. Antibiotika können E coli schädigen oder abtöten und damit das Problem hervorrufen. Sollte bei EHEC jemand bewusst nachgeholfen haben, ist zu fragen, wer von der EHEC-Hysterie profitiert: Karrierebewusste publizierende Ärzte, Hersteller von Labortests und Pharmakonzerne?» Das sind Kernsätze aus einem Bericht von Hans U. P. Tolzin, Autor von «Die Tetanus-Lüge».

Diese Zusammenhänge bestätigte schon das Robert Koch Institut im Epidemiologischen Bulletin vom 11.01.2008 S.13: «Eine antibakterielle Therapie ... kann zur Stimulierung der Toxinbildung führen». Warum wird die Bevölkerung nicht sachlich aufgeklärt?

Gear

Astronom: Menschen werden in den nächsten zwanzig Jahren Kontakt zu Aliens haben

Ein russischer Astronom meint, dass die Menschen in den nächsten zwei Jahrzehnten außerirdische Zivilisationen entdecken werden.

„Die Entstehung von Leben ist so sicher, wie die Bildung von Atomen. Leben existiert auf anderen Planeten und wir werden es in den nächsten zwanzig Jahren entdecken“, sagt Andrei Finkelstein, Direktor der Russischen Akademie der Wissenschaften, nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax.

Anlässlich eines internationalen Forums zur Suche nach außerirdischem Leben, sagt Finkelstein, dass 10% der bekannten Planeten um Sonnen kreisen, ähnlich wie unsere Erde.

Wenn dort Wasser gefunden wird, dann wahrscheinlich auch Leben, meint der Wissenschaftler und fügt hinzu, dass die Außerirdischen höchstwahrscheinlich zwei Arme, zwei Beine und einen Kopf haben und damit den Menschen ähnlich sehen.

„Vielleicht haben sie unterschiedliche Hautfarbe, aber das haben wir ja auch“, sagt Finkelstein.

Kommentar: SOTT.net empfiehlt die Buchserie Die Welle von Laura Knight-Jadczyk, wo diskutiert wird, dass Aliens und das UFO-Phänomen nicht direkt physischer Natur sind, wie oft angenommen und verbreitet wird, sondern wahrscheinlich hyperdimensionaler Natur. Hier befindet sich eine Voransicht dieses Buches: PDF.


Bad Guys

Deutschland liefert Waffen für Libyen-Einsatz

Der Nato gehen in Libyen die Waffen aus und Deutschland verspricht, Munition zu liefern. Für die Opposition ist das eine Beteiligung am Kriegseinsatz durch die Hintertür, für Verteidigungsminister Thomas de Maizière "bewährter Bündnisalltag".

Verteidigungsminister Thomas de Maizière
© dpaKein Kriegseinsatz durch die Hintertür: Verteidigungsminister Thomas de Maizière rechtfertigt Deutschlands geplante Munitionslieferung an die Nato.
Die Bundesregierung will den Nato-Partnern im Libyen-Einsatz mit Munitionsnachschub helfen. "Wir haben eine Anfrage der zuständigen Nato-Logistik-Agentur Namsa erhalten und ich habe entschieden, sie positiv zu beantworten", sagte Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) der Süddeutschen Zeitung.

Bad Guys

Supreme Court hat entschieden: Kinder dürfen ballern

Meinungsfreiheit vor Jugendschutz: Der Oberste Gerichtshof der USA erlaubt den Verkauf von Baller-Spielen auch an Jugendliche. Der Bundesstaat Kalifornien erlitt mit dem Urteil eine herbe Niederlage.

Shooter-Games
© SegaDas Videospiel "Alien versus Predator" darf wegen seiner Brutalität in Deutschland nicht verkauft werden. In den USA dürfen es hingegen sogar Jugendliche kaufen.
Der Supreme Court hat den Verkauf brutaler Videospiele an Minderjährige erlaubt. Computerspiele sind nach Ansicht der Richter gleichwertig mit Büchern und Filmen und fallen somit unter dem Schutz der Meinungsfreiheit. Damit erklärten die Richter das Gesetz des Bundesstaates Kalifornien für verfassungswidrig, das den Verkauf und Verleih brutaler Videospiele an Personen unter 18 Jahren verbieten wollte. Wie Bücher, Theaterstücke oder Filme kommunizierten auch Videospiele "Ideen und sogar gesellschaftliche Botschaften", heißt es in der Entscheidung. Damit sind sie durch den ersten Zusatzartikel der US-Verfassung geschützt.

Brick Wall

Immer mehr Ärzte verweigern Einsicht in Krankenakte

Jeder hat das Recht zu erfahren, was in seiner Krankenakte steht, doch immer mehr Ärzte verweigern ihren Patienten den Einblick in das Dokument. Dahinter steckt oft die Angst, dass Fehler entdeckt werden - oder die Empörung über Patienten, die Ärzten auf Augenhöhe begegnen wollen.

Das Gefühl, dass etwas nicht stimmte, hatte Herr P. von Anfang an: Es begann gleich am Tag der Aufnahme seiner Frau in die Klinik im Münchner Stadtteil Bogenhausen, als er sich zu wenig und zu widersprüchlich informiert fühlte. Und es setzte sich fort bis nach dem Tod seiner Frau, als Herrn P. eine Reha-Zusage für die Verstorbene zugestellt wurde. "Das war Schlamperei von Haus aus", sagt der 81-Jährige. Doch als er das prüfen wollte und Einsicht in die Krankenakte forderte, weigerte sich die Klinik. Wochenlang. Nun hat P. das Krankenhaus verklagt - ein Schritt, von dem sich Patienten- und Verbraucherschützer große Signalwirkung erhoffen.

Vader

Libyen-Krieg: Berichte über Folter in Tripolis

Bengasi - Das Regime des libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi hat nach Angaben des Roten Kreuzes mehrere Dutzend Rebellen aus der Gefangenschaft entlassenen. Wie eine Sprecherin der Organisation mitteilte, traf ein Schiff mit 51 freigelassenen Kämpfern am Freitag in der Stadt Bengasi ein.

Aus britischen Diplomatenkreisen verlautete unterdessen, eine Gruppe internationaler Berater habe mit der libyschen Opposition bereits detaillierte Pläne für die Zeit nach Gaddafi ausgearbeitet. Die Pläne sollten voraussichtlich in der kommenden Woche offiziell vorgestellt werden, hieß es.

Vertreter der Regierungen von Großbritannien, den USA, Italien, der Türkei sowie weiterer Länder hätten etwa einen Monat im Osten Libyens verbracht, um mit dem Nationalen Übergangsrat der Aufständischen verschiedene Szenarien für eine Zukunft Libyens ohne Gaddafi durchzuspielen, sagte ein britischer Diplomat am Freitag. Man habe "für die Tage, die Wochen und für die Monate" nach einem möglichen Rücktritt des Machthabers geplant. Dabei seien auch die Erfahrungen aus dem Chaos infolge anderer Konflikte der jüngeren Vergangenheit berücksichtigt worden, hieß es weiter.

In den Planungen habe auch die Wiederaufnahme der libyschen Ölproduktion eine wichtige Rolle gespielt, sagte der britische Diplomat. Die Behörden gingen davon aus, dass die Produktionsanlagen nur in geringem Maße beschädigt worden seien und die Lieferungen nach einem Rücktritt Gaddafis daher innerhalb von drei oder vier Wochen wieder aufgenommen werden könnten.

Bad Guys

WWF steckt mit der Industrie unter einer Decke

Wie industriefreundlich ist der WWF? Zum 50. Gründungsjubiläum der Organisation hat der WDR hinter den Kulissen des renommierten, weltweit agierenden Umweltverbandes recherchiert. Seine brisante Dokumentation zeigt, wie tief sich der Verband in Interessenssphären der Wirtschaft und ihrer Milliardengewinne verstrickt hat.

Pandas
© AFPKratzer am guten Image des WWF: Der WDR zeigt eine kritische Dokumentation über den Naturschutzverband (Archiv: Aktion des WWF in Paris, 2008)
Tigerbabys, Eisbärenkinder, Orang-Utan-Jungen - sie sehen mitleidig aus, süß, und kuschelig, mit ihren großen Augen und den Stupsnasen. Passt perfekt ins Kindchenschema. Es gibt nur noch eine Steigerung: der Panda, das Kindchenschema schlechthin.

Der Panda ist das Wappentier des global bekannten World Wide Fund For Nature, der auch heute noch bei seinem früheren Namen World Wildlife Fund genannt wird. Der mächtigste Naturschutzverband der Welt hat Marktforschern zufolge eines der glaubwürdigsten Images der Welt. Er steht für Klimaschutz, Nachhaltigkeit, den Erhalt der biologischen Vielfalt der Erde, seit nunmehr 50 Jahren.

Und ist er ständig auf der Suche nach Spendern. Im Dienste der Natur. Kinder plündern schon mal ihr Sparschwein, sammeln Tierbildchen, die der Supermarktriese Rewe in Kooperation mit dem WWF bis vor kurzem beim Einkaufen verschenkte und einen Sammelhype auslöste ("Tier-Abenteuer - Entdecke sie alle!"). Den Spendern wird suggeriert, sie kauften sich ein Stückchen heile Welt.

Doch sieht die Realität in Teilen ganz anders aus?

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Chinesischer Bürgerrechtler Hu Jia ist frei

Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao besucht Europa, und das Regime in Peking lässt den zweiten Bürgerrechtler binnen kurzer Zeit frei. Hu Jia hat drei Jahre Gefängnis hinter sich.

Chinesischer Bürgerrechtler Hu Jia
© APChinesischer Bürgerrechtler Hu Jia freigelassen.
Vier Tage nach der Freilassung des chinesischen Künstlers und Aktivisten Ai Weiwei ist ein weiterer prominenter Bürgerrechtler auf freien Fuß gekommen. Nach einer dreieinhalbjährigen Haftstrafe sei Hu Jia seit dem frühen Sonntagmorgen wieder bei seiner Familie, teilte die Frau des 37-Jährigen, die sich ebenfalls für Menschenrechte einsetzt, am Sonntag via Twitter mit. "Schlaflose Nächte, Hu Jia ist seit halb drei zu Hause, sicher und glücklich", schreibt Zeng Jinyan in dem Internet-Kurznachrichtendienst. Ihr Mann müsse sich nun für einige Zeit ausruhen.

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Datenskandal: Handyüberwachung in Dresden

Nach dem Bekanntwerden einer großangelegten Datenüberwachung in Dresden, beginnt nun die juristische und politische Aufarbeitung. Auch taz legt Beschwerde ein.

Polizei auf Demo
© dpaDigitale Rasterfahndung: Die Dresdner Polizei überwachte nicht nur die Sicherheit bei der Demonstration, sondern auch 138.000 Handydaten.
BERLIN taz | Wegen der flächendeckenden Handyüberwachung bei den Antinaziprotesten am 19. Februar 2011 haben drei sächsische Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen Beschwerde beim Amtsgericht Dresden eingereicht. Sie wollen gegen die Erfassung und Auswertung ihrer Handyverbindungen vorgehen.

Die Polizeimaßnahme sei "ein schwerwiegender Eingriff in unsere verfassungsgarantierten Abgeordnetenrechte", sagte ihr rechtspolitischer Sprecher Johannes Lichdi, einer der drei Beschwerdeführer. Alle sächsischen Bundestagsabgeordnete der Linkspartei prüfen zudem eine Musterklage.