Nach einer gewaltigen Explosion im Hafen von Mumbai ist dort ein U-Boot gesunken. Es sollte zu einer Patrouille auslaufen und war deshalb mit Raketen und Torpedos ausgestattet. Marineoffiziere vermuten, dass deshalb aus einem Kurzschluss eine Katastrophe wurde.

© ReutersKurz vor Mitternacht in der Nacht auf Mittwoch hat sich im Hafen von Mumbai eine Explosion ereignet.
Der Himmel über dem Hafen von Mumbai war hell erleuchtet, stundenlang loderte das Feuer. Kurz nach Mitternacht hatte eine Detonation das Gebiet erschüttert, ein Feuerball war noch in einigen Kilometern Entfernung zu sehen.
Die indische Regierung bestätigte später, dass es eine Explosion an Bord eines U-Boots gegeben hatte. "Ich bin traurig darüber, dass Marinesoldaten ihr Leben im Dienst für das Land verloren haben", erklärte Indiens Verteidigungsminister A. K. Antony am Mittwochmorgen in der Hauptstadt Neu-Delhi. Über die Zahl der Opfer sagte er nichts. Er wolle sich noch am Mittwoch gemeinsam mit dem Marinechef Admiral Devendra Kumar Joshi den Unglücksort anschauen.
Das U-Boot mit dem Namen
Sindhurakshak sank in einem Dock im hoch abgesicherten Militärhafen, nur noch ein Teil des Aufbaus ragte aus dem Wasser. Marineoffiziere erklärten, sie vermuteten, dass ein Kurzschluss oder Probleme beim Laden der Batterien zu dem Feuer geführt hätten. Bis das Ergebnis einer offiziellen Untersuchung vorliege, würden zwar "mehrere Wochen" vergehen, derzeit spreche aber alles "für diese Variante". Ein nahe der
Sindhurakshak liegendes U-Boot musste in einem Notmanöver in Sicherheit geschleppt werden, wurde aber dem Vernehmen nach auch beschädigt.
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